Reycling, what else? Nach dem Koffeingenuss mit den Verpackungen ab zur Sammelstelle statt in den Müll: Eine Initiative schob seit Herbst die Aufbereitung von gebrauchten Kaffeekapseln gewaltig an. Eine entscheidende Rolle spielt dabei Pettenbach. In Oberösterreich steht nämlich die dafür benötigte Anlage.
Der Genuss von Kaffee und der Kampf gegen Müllberge – mittlerweile sind diese beiden Themen nicht mehr voneinander zu trennen. Beim To-Go-Konsum dreht sich viel um die Frage, wie es gelingt, den Verbrauch von Bechern zu reduzieren, die letztlich im Müll landen. Bei Kapseln ist vor allem der Aluminiumeinsatz ein großes Thema.
„Wir haben bereits 2009 auf freiwilliger Basis ein eigenes Recyclingsystem eingeführt, um den Wertstoff Aluminium möglichst lange im Kreislauf zu erhalten“, sagt Marianne Neumüller-Klapper, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Nespresso Österreich. Mehr als 2100 Sammelstellen gibt’s heute schon in der Alpenrepublik für die Kapseln der Marke des Nestlé-Konzerns.
Seit Oktober wurden in Österreich mehr als 120 Tonnen gesammelt. Das entspricht mehr als neun Millionen Kapseln.

Marianne Neumüller-Klapper, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Nespresso Österreich
Bild: Philipp Lipiarski / www.goodlifecrew.at
Seit Herbst 2023 wurde das Angebot der Rückgabestellen für gebrauchte Kaffeekapseln aller Marken und Materialien auf Initiative der Altstoff Recycling Austria AG, kurz ARA, und dem Österreichischen Kaffee- und Teeverband ausgebaut.
Pilotprojekt läuft noch bis Ende dieser Woche
In Oberösterreich können diese seither in den Altstoffsammelzentren, in allen Billa-Plus-Filialen sowie bei allen Nespresso-Rückgabestandorten abgegeben werden – zumindest noch bis Ende der Woche, so lange läuft das Pilotprojekt.
Mehr als neun Millionen Kapseln kamen so in den letzten Monaten zusammen, die alle in der Recyclinganlage der Firma Seccon in Pettenbach aufbereitet werden. Aus der Verpackung werden Aluminium und Kunststoff gewonnen, aus dem Kaffeesatz können Biodünger, Ölbindemittel und Biogas hergestellt werden.
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