Wer versteht Babler? Die SPÖ und Migration/Asyl: ein unendliches Thema. Jüngst die ORF-Pressestunde am Sonntag mit Hans Peter Doskozil, dem sichtlich anzumerken ist, wie er mit dem Kurs seiner Partei – nicht nur zur Migration – unter der Führung von Andreas Babler leidet. Am Samstag wurde ja das „Doskozil-Kaiser-Papier“, das den Umgang mit der Thematik einst entschärfen sollte, auf Bablers Wunsch „refresehed“. Noch tun sich alle schwer, frische Akzente dabei zu erkennen. Aber der Parteivorsitzende selbst weiß es wortreich zu argumentieren. Er gibt etwa am Montag im Ö1-Morgenjournal ein Interview, in dem er mehr über Ungarn als über Österreich redet, bis ihm der Moderator, der zuvor schon mehrfach deutlich vernehmbar gekeucht hat, endlich Einhalt gebietet: „Herr Babler, warten Sie, warten Sie, das ist jetzt zu schnell, auch nicht nur für Montag morgen…“ Ja, man fragt sich wirklich: Wer versteht Babler?
Klare Rauch-Worte. Besser zu verstehen ist einer, der – im Gegensatz zu Andreas Babler – gar keine politische Zukunft haben will. Der grüne Sozial- und Gesundheitsminister Johannes Rauch, der seinen Abschied aus der Politik nach den Wahlen im Herbst bereits angekündigt hat, nimmt sich kein Blatt mehr vor den Mund. Er antwortete jetzt sehr direkt auf ÖGK-Obmann Andreas Huss, der gefordert hatte, die Regierung möge die versprochenen Kassenarztstellen bereitstellen: „Herr ÖGK-Obmann Huss, machen Sie Ihren Job! Sie bekommen 300 Millionen Euro pro Jahr aus dem Geldbörsel des Finanzministers genau für solche Aufgaben, das ist zweckgewidmet und dafür vorgesehen. Go for it!“ Allerhöchste Zeit, dass man da endlich in die Gänge kommt.
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