Die S-Link-Gesellschafter gehen mit ausführlicher Kosten-Nutzen-Rechnung wenige Monate vor der Volksbefragung am 10. November in die Werbeoffensive. 42.000 Fahrgäste würden täglich Auto-Fahrstrecke von drei Erdumkreisungen einsparen.
Geht man nach der S-Link-Betreibergesellschaft und der vom Bundesministerium für Klima geprüften Kosten-Nutzen-Analyse, ist stark vereinfacht ausgedrückt klar: Langfristig bringt die teils unterirdische Verbindung zwischen Stadt-Hauptbahnhof und Hallein mehr Vor- als Nachteile.
Dazu legten die Experten um Geschäftsführer Stefan Knittel und Rechtsanwältin Monika Stöggl gestern Zahlen zu Salzburgs Mega-Verkehrsprojekt offen. Als Anhaltspunkt für die Investitions- und Betriebskosten wird exemplarisch das Jahr 2040 gewählt.
Ein Zeitpunkt, an dem alle Bautätigkeiten abgeschlossen, das die Bahn in Vollbetrieb stehen würde. „Da ergibt sich eine jährlich Kostensumme von 81,4 Millionen Euro, der volkswirtschaftliche Nutzen wird dafür mit 84,1 Millionen Euro beziffert“, erklärt Knittel.
Beurteilt sind vom Ministerium die Investitionskosten sowie die Betriebskosten worden. Normalerweise haben Infrastrukturprojekte ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 0,6 – wir liegen bei 1,03.
Stefan Knittel, S-Link-Geschäftsführer
Noch deutlicher soll der sogenannte Kosten-Nutzen-Faktor die Sinnhaftigkeit veranschaulichen. Das S-Link-Projekt mit dem Auftauchen der Bahn in der Friedensstraße kommt auf den Wert 1,03. In Linz steht man für den Ausbau eines vergleichbaren Projekts ebenfalls in den Startlöchern. Obwohl der Wert in Oberösterreich unter 0,6 liegt, wird definitiv gebaut.
Was die Betreiber in Salzburg ebenfalls als großen Plus anführen: 42.000 Gäste würden täglich helfen, eine PKW-Fahrtstrecke von 136.000 Kilometern einzusparen. Das entspricht drei Erdumkreisungen. Verringert würden auch Unfälle und Emissionen werden.
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