Auf Wiesenmarktgelände

Karawane der Nomaden sorgt weiterhin für Aufsehen

Kärnten
24.06.2024 18:45

Nach ihrem Abzug aus Grafenstein haben die Nomaden mit ihrer Wohnwagen-Kolonie in Bleiburg Quartier bezogen. Auch dort beklagen sich Bewohner über den Müll, den sie auf dem Marktgelände hinterlassen. 

Gut zwei Monate vor dem Wiesenmarkt stehen auf der Bleiburger Marktwiese Dutzende Wohnwagen. Dabei handelt es sich um jene Nomaden, die vor wenigen Tagen noch in Grafenstein für Unruhe gesorgt haben.

„Wir haben da keine Mitsprache, der Grund gehört der Pfarre Bleiburg“, erklärt Bürgermeister Stefan Visotschnig auf „Krone“-Anfrage. „Laut unseren Informationen bleiben sie 14 Tage.“ Das bestätigt Stadtpfarrer Ivan Olip, bei dem die Nomaden vorstellig waren: „Es ist eine größere Gruppe, die von Frankreich in Richtung Osten zieht. Sie waren sehr aufdringlich, wir haben ihnen den Platz nur für eine beschränkte Zeit zugesprochen.“

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Als Gemeinde haben wir da keine Handhabe, keine Macht. Die Verantwortung liegt beim Eigentümer, aber bei uns laufen die Telefone heiß. Wir stehen mit der Bezirkshauptmannschaft und der Rechtsabteilung des Landes Kärnten in Kontakt.

Stefan Visotschnig, Bürgermeister von Bleiburg

Laut Visotschnig hatte dieselbe Gruppe von rund 70 Personen schon im Frühjahr in Bleiburg Halt gemacht. „Da wurde viel Mist hinterlassen, deshalb hat die Gemeinde auch eine Rechnung gestellt“, erklärt der Bürgermeister. „Bezahlt wurde diese aber noch nicht.“

Am Montagnachmittag trafen sich dann die Verantwortlichen von Pfarre und Gemeinde, auch die Polizei und ein Rechtsanwalt waren dabei. „Es wurde beschlossen, dass wir in Zukunft restriktiver vorgehen werden und nur Platz hergeben, wenn wir genau wissen, wer kommt“, erklärt Ivan Olip. „Bis dahin wurde die Gruppe aufgefordert, sich genau an alle Regeln zu halten.“

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