Rapid - Ried 4:3
Ried, vor einer Woche 3:1-Sieger gegen Meister Salzburg, begann sehr engagiert und hatte zunächst die weit besseren Chancen, wobei Reifeltshammer nach einem Meilinger-Eckball das Kunststück zuwege brachte, den Ball aus kürzester Entfernung nicht im Rapid-Tor unterzubringen (9.). Bei den Gästen wirkte im Gegensatz zu den sehr offensiv eingestellten Hütteldorfern von Beginn an alles viel durchdachter und flüssiger.
Trotzdem ging die Schöttel-Elf in Führung, die sie in erster Linie Ried-Goalie Gehbauer verdankte. Der Schlussmann, der sich wenige Sekunden zuvor noch bei einem Boyd-Volleyschuss mit einer Parade ausgezeichnet hatte, fuhr beim anschließenden Alar-Eckball daneben. Boyd nutzte diesen Schnitzer und stellte per Kopf auf 1:0 (25.).
Mit der Führung im Rücken kam Rapid besser ins Spiel, musste aber den Ausgleich hinnehmen. Nach einem Fersler von Gartler ging es blitzschnell. Via Schicker, Meilinger und Zulj kam der Ball erneut zu Gartler, der aus vollem Lauf mit dem Außenrist perfekt ins Eck zum 1:1 traf. Der Ex-Rapidler verzichtete nach seinem zehnten Saisontor auf den Torjubel.
Die Gastgeber steckten den Ausgleich aber schnell weg, verzeichneten einen Stangenschuss durch Pichler (43.) und durften unmittelbar vor dem Pausenpfiff erneut jubeln: Boyd verlängerte per Kopf zu Alar, der eiskalt das 2:1 besorgte (45.).
Nach dem Wechsel folgte ein erneut engagierter Beginn der Oberösterreicher, der aber wiederum nichts Zählbares brachte. Die Vorentscheidung brachte dann ein Foul von Trauner an Grozurek im Strafraum, den fälligen Elfer verwertete Alar sicher (58.). Und in der 80. Minute machte der 22-jährige Matchwinner nach Boyd-Vorlage mit einem sehenswerten Volley-Schuss ins Kreuzeck seinen ersten Triplepack in der Liga perfekt. Mit dem achten Saisontreffer zog Alar mit Teamkollege Boyd gleich.
Das zweite Ried-Tor fixierte Hadzic vom Elferpunkt, nachdem Sonnleitner Gartler im Strafraum gelegt hatte (84.). Der Anschlusstreffer durch einen Drehschuss von Grössinger kam zu spät (92.). Im Finish sah Reifeltshammer nach einem schweren Foul an Alar "Rot".
Der vierte Sieg en suite gegen Ried war in erster Linie das Resultat der guten Chancenauswertung. Nach dem dritten Liga-Erfolg in Serie fehlt den drittplatzierten Rapidlern vor dem Sonntags-Schlager zwischen Meister Salzburg und Tabellenführer Austria nur noch ein Zähler auf den Titelverteidiger. Der Erzrivale aus Favoriten hat dagegen noch sechs Punkte Vorsprung.
Sturm - Wiener Neustadt 3:1
Sturm Graz hat beim Abschied von Mario Haas den anvisierten Pflichtsieg gegen den SC Wiener Neustadt eingefahren. Die Steirer setzten ihren Lauf von nun bereits acht Meisterschaftsspielen ohne Niederlage mit einem 3:1-Heimsieg fort. Haas absolvierte dabei in der letzten Viertelstunde seinen 451. und letzten Einsatz in der höchsten Spielklasse.
Richard Sukuta-Pasu (16., 62.) mit seinen Saisontoren sieben und acht sowie Milan Dudic (43.) trafen für die Steirer, die damit im neunten Meisterschafts-Heimauftritt den bereits sechsten Erfolg bejubeln durften. In der Tabelle blieb Sturm dem ebenfalls erfolgreichen Dritten Rapid damit bei weiter einem Zähler Rückstand auf den Fersen. Für die nun punktgleich mit Schlusslicht Wacker Innsbruck auf Rang neun liegenden Wiener Neustädter traf Dario Tadic (50.) zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.
Mattersburg - Admira 3:0
Der SV Mattersburg hat nach elf Spielen ohne Sieg wieder gewonnen. Die Burgenländer bezwangen Admira Wacker Mödling, die im Finish der ersten Hälfte Tormann Patrick Tischler durch Ausschluss vorgeben mussten, dank eines Elfmeter-Tores von Ilco Naumoski (45.) sowie zweier Kopfball-Treffer von Patrick Bürger (47., 79.) mit 3:0. Die Burgenländer überholten die Admira damit in der Tabelle und sind nun Siebente.
WAC – Innsbruck 2:2
Wacker beendete in der Lavanttal-Arena durch Julius Perstaller bereits in der 6. Minute die Torsperre und verteidigte die Führung bis eine Viertelstunde vor Schluss. Der eingewechselte Christian Falk mit seinem neunten Saisontor (76.) und Michael Liendl (90.) drehten die Partie aber zugunsten der Hausherren. Mit Christian Schilling traf in der 93. Minute aber ebenfalls ein Joker für Wacker. Die Innsbrucker spielten da nach einer Gelb-Roten Karte für Christoph Saurer (78.) nur mehr mit zehn Mann.
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