Spitzenkandidat Kogler

Grüne wollen wieder in die Regierung

Politik
20.06.2024 06:50

Die Grünen wollen Teil der nächsten Regierung sein. „Wir arbeiten dafür, dass wir so stark werden, dass wir in den nächsten Regierungsverhandlungen eine Rolle spielen“, sagte Vizekanzler Werner Kogler. Der Spitzenkandidat für die Nationalratswahl möchte überhaupt die gesamte Legislaturperiode in der Politik bleiben (siehe Video oben).

Er sei „leidenschaftlicher Parlamentarier“, sagte der Grünen-Chef. Er kandidiere „gerne an der Spitze eines großartigen Teams. Ich will das, ich kann das.“ Welches Ergebnis Kogler erreiche, sei nicht so wichtig. Dennoch würde er lieber in der Regierung als in der Opposition sein, auch wenn man aus dieser ebenfalls etwas erreichen könne.

Werner Kogler (Bild: APA/Tobias Steinmaurer)
Werner Kogler

Die Partei kürt am Samstag beim Bundeskongress in Wien ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahl. Bekannt sind bereits die ersten fünf Plätze. Als Listenzweite kandidiert Umweltministerin Leonore Gewessler, die zuletzt mit ihrem Ja zum EU-Renaturierungsgesetz die türkis-grüne Koalition ins Wanken gebracht hatte. Für den dritten Platz kandidiert Justizministerin Alma Zadić, die kürzlich ihre Schwangerschaft bekannt gab, gefolgt von Klubchefin Sigrid Maurer und Generalsekretärin Olga Voglauer.

Fokus auf Natur- und Bodenschutz
Hauptthemen im Wahlkampf sollen Kogler nach Natur- und Bodenschutz sein. Das sei „lebenswichtig“, zudem stehe die Bevölkerung dahinter. Weitere Inhalte der Grünen seien die Verteidigung der unabhängigen Justiz, der Kampf um die „gefährdete“ Demokratie, eine pro-europäische Haltung, Gleichstellung sowie der Kampf gegen Alters- und Kinderarmut.

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Andere haben den Karren in den Dreck gefahren und wir holen ihn wieder raus.

Vizekanzler Werner Kogler

„Andere haben den Karren in den Dreck gefahren und wir holen ihn wieder raus“, ist der Parteichef mit Blick auf die Abhängigkeit aus russischem Gas überzeugt. „Das haben uns andere eingebrockt. Ich werde das im Wahlkampf noch einmal benennen. Hier handelt es sich um ein Wirtschaftsverbrechen.“

Bei der letzten Nationalratswahl 2019 erreichte die Partei 13,9 Prozent, in aktuellen Umfragen liegt sie weit darunter.

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