Auf der Energiesparmesse in Wels hatte Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) Anfang März eine Förderung für die Nachrüstung von PV-Anlagen mit einem Stromspeicher angekündigt. Die wurde mit 10. April dann auch tatsächlich gestartet – und lief am 3. Mai schon wieder aus, weil das Budget ausgeschöpft war.
Wegen sinkender Einspeisetarife bei Solarstrom steht das Nachrüsten von Photovoltaik-Anlagen mit einem Speicher hoch im Kurs – eine recht kostspielige Angelegenheit, für die es auch keine Förderung (mehr) gibt. Nur wer im April schnell war, hatte die Gelegenheit, finanzielle Unterstützung vom Bund zu ergattern.
35 Millionen Euro waren schnell weg
Wie berichtet, hatte Klimaministerin Leonore Gewessler auf der Welser Energiesparmesse den Start der Förderung mit 10. April – rückwirkend ab dem 1. Jänner – angekündigt. 35 Millionen Euro stellte Gewesslers Ministerium dafür zur Verfügung. Und die waren im Nu weg.
„Das Budget war viel zu gering dotiert und bereits am 3. Mai ausgeschöpft“, bemängelt nun Energielandesrat Markus Achleitner (ÖVP). Seither gebe es nur noch für Solarstromspeicher, die direkt mit einer neuen PV-Anlage mit errichtet werden, eine Unterstützung in Form einer Mehrwertsteuerbefreiung. Auch Groß-Speicher mit mehr als 50 kWh werden gefördert.
Förderung „wieder neu auflegen“
Dabei spiele gerade „die breite Anwendung von Kleinspeicheranlagen eine besonders wichtige Rolle“, sagt Achleitner. Er appelliere an die Ministerin, die Förderung fürs Nachrüsten „wieder neu aufzulegen und diesmal mit ausreichend Bundesmitteln auszustatten“.
Lobbying dafür wolle er auch bei der Konferenz der Landesenergiereferenten am kommenden Donnerstag und Freitag betreiben und diesbezüglich einen „Schulterschluss“ mit seinen Amtskollegen herbeiführen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.