Die Stadt erwirbt das Gelände des ehemaligen Verschiebebahnhofs in Breitenlee im 22. Bezirk. In den kommenden Jahren soll daraus ein riesiges Naturschutz-Areal werden. Die „Krone“ war vor Ort und hat sich ein Bild gemacht.
Spätestens ab kommender Woche, wenn die Temperaturen auf über 30 Grad hinaufklettern, wird es in dichtverbauten Teilen der Stadt wieder unangenehm. Umso wichtiger ist die Schaffung und Bewahrung von Grünraum – in einer wachsenden Millionenstadt wie Wien nicht immer einfach. Jetzt wurde das Gelände am Verschiebebahnhof Breitenlee ins Auge gefasst. Insgesamt 90 Hektar ökologisch wertvolle Flächen sollen in den kommenden Jahren renaturiert werden. Zur Größeneinordnung: Die Fläche ist mehr als doppelt so groß wie die Steinhofgründe im 16. Bezirk.
Das Gebiet ist Heimat wertvoller Biotope zwischen Bisamberg und Lobau und ein wichtiger Naturkorridor für seltene Pflanzen- und Tierarten. In den jetzt schon streng geschützten Lebensräumen finden sich rare Tierarten wie Zauneidechsen, und 140 Wildbienenarten. Die Stadt wird das Stück Natur erhalten und entwickeln, mit dem Ziel ein neues Natura-2000-Gebiet zu erschaffen. 2030 soll das Projekt abgeschlossen sein.
Hier wird deutlich, warum Wien seit langem viel Wert auf Renaturierung gelegt hat. Es sichert Biodiversität Ökosysteme, in denen wir und nachfolgende Generationen gut leben können.

Bürgermeister Michael Ludwig
Bild: Georg Hochmuth
Natürliche Klimaanlage für das gesamte Stadtgebiet
Abgesehen vom Schutz der Flora und Fauna wird das Naturschutzareal Breitenlee auch der Naherholung dienen und zur Kühlung des schnell wachsende Stadtentwicklungsgebiet im 22. Bezirk beitragen. „Hier wird deutlich, warum Wien seit langem viel Wert auf Renaturierung gelegt hat. Es sichert Biodiversität Ökosysteme, in denen wir und nachfolgende Generationen gut leben können“, sagt Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Gemeinsam mit der ÖBB-Infrastruktur-Vorständin Silvia Angelo hat er Anfang dieser Woche eine Absichtserklärung unterzeichnet damit das Projekt auf Schiene gebracht. Und wie viel kostet der Stadt der Kauf des Areals? „Es wird sich um einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag handeln“, so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
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