"Die Meinung eines Unfähigen interessiert mich nicht", erklärte der ehemalige Internationale Robert Pires in einer ersten Reaktion auf das Buch Domenechs. Der 39-Jährige sagte der Zeitung "Le Parisien", Domenech sei immer ein schlechter Trainer gewesen. Aus dem Buch spreche "purer Groll". Der Präsident des französischen Verbandes, Noël Le Graët, meinte hingegen, die Fußball-Szene sei nicht unbedingt am Buch interessiert. Das Werk sei "eher für ihn (Domenech) wichtig".
Nasri sei "ein Symbol von Selbstsüchtigkeit"
In seinem am Mittwoch erscheinenden Buch übt Domenech an etlichen seiner Ex-Spieler harte Kritik. Wie diese darauf reagieren würden, interessiere ihn nicht. "Das ist nicht mein Problem", sagte der 60-Jährige bei der Präsentation in Paris. Franck Ribery habe das Gefüge der "Bleus" aufgrund von Neid auf den von ihm präferierten Yoann Gourcuff verdorben, Samir Nasri sei "ein Symbol von Selbstsüchtigkeit", Thierry Henry einer der Ersten, die das sinkende Schiff verlassen hätten.
"Dieser Haufen von Idioten war mir völlig egal"
Nicolas Anelka indes habe das Team schließlich "getötet". Nach dem Rauswurf des Stürmers aus dem Kader war die WM-Endrunde für Frankreich vom Trainingsstreik der Teamspieler endgültig überschattet worden. Domenech erklärt in seinem großteils in Tagebuchform geschriebenen Buch, dagegen machtlos gewesen zu sein: "Das war es. Dieser Haufen von Idioten war mir nun völlig egal." An der Hotelbar habe er seinen Kummer dann im Bier ersäuft. "Es waren wohl einige Liter."
Domenech coachte Frankreich zwischen 2004 und 2010, führte sie bei der WM 2006 auf Platz zwei, schied aber sowohl bei der EM 2008 als auch bei der WM 2010 in der Gruppenphase aus.
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