Der Software-Riese Microsoft baut rund um Wien drei Rechenzentren. Das 2020 angekündigte Projekt werde „in den nächsten ein bis eineinhalb Jahren“ in Betrieb gehen, sagte Microsoft-Österreich-Chef Hermann Erlach am Dienstag vor Journalisten. „Es hat bisserl länger gedauert als wir ursprünglich gedacht haben“, räumte er ein. Bei der Ankündigung war von einem Start 2024 und rund einer Milliarde Euro an Investitionen die Rede gewesen.
Einen offiziellen Zeitplan für die Fertigstellung gibt es von Microsoft-Seite nicht. Die Bauzeiten hätten auch mit Hardware-Verfügbarkeiten zu tun, aber „so etwas in Österreich zu bauen ist nicht gerade der einfachste Prozess“, wie es Erlach formulierte. „Aber es ist schön, dass das Projekt in Österreich gelandet ist.“ Immerhin sei beim ersten Rechenzentrum das Gebäude schon fertig, hier gehe es nur mehr um die Ausstattung mit Computer-Hardware.
Für Österreich als Standort sprechen die viele grüne Energie, die Verfügbarkeit von Strom, politische Stabilität, Erdbebensicherheit, aber auch die starke Vernetzung von Microsoft mit Partnerunternehmen in Österreich, sagte Erlach, der von „Data Center“ und nicht von Rechenzentren spricht.
Sichere Datenspeicherung
Die Kapazität der drei Standorte entspreche etwa dem in Österreich erwarteten Bedarf, wobei es in Österreich auch ohne den Neubau viele freie Rechenzentrumskapazitäten gebe. Ziel sei es weniger, viele externe Kunden ins Rechenzentrum hineinzubringen, als von dort aus Serviceleistungen anzubieten.
Außerdem biete der Standort denen, die ihre Daten in Österreich lagern wollen, diese Sicherheit. Für internationale Firmen wäre das weniger interessant, denen reiche europäische Datensicherheit. Aber etwa für österreichische Behörden könne dies interessant sein. Klar sei auch, dass die Einschränkung der Datenlagerung auf Österreich auch mit höheren Kosten verbunden sei.
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