Gerüchte gab es seit Längerem, nun ist es fix: Salzburg Schokolade in Grödig sperrt zu. Die international agierende KEX-Gruppe schließt das Werk mit Jahresende. Die Mozartkugeln rollen künftig woanders vom Band.
Nun ist es Gewissheit: Salzburg Schokolade schließt mit Ende des Jahres den Standort in Grödig. Die international agierende KEX-Gruppe aus dem Firmen-Universum von Julius Meinl V., der Konzern hinter der Schokofabrik, hat dies heute, Montag, den Mitarbeitern bekannt gegeben. Neben den rund 60 betroffenen Angestellten wurden auch Lieferanten und Abnehmer informiert.
Retter der Schwedenbombe
2021 schlitterte die Salzburg Schokolade in die Insolvenz. Lange wurde um einen Fortbestande gerungen. Die Übernahme der Pleite-Firma durch die KEX-Gruppe wurde schließlich 2022 fixiert. Grund für das Aus wird in zuletzt immer wieder gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen vermutet.
Die Produktion von Mozartkugeln, Bobby-Riegeln und Co. wird an einem anderen Standort der Gruppe, die unter anderem Heidi-Schokolade und Koogels, Mozartkugel-ähnliche Schokokugeln produziert, fortgeführt. Auch die legendäre Schwedenbombe kommt aus den KEX-Werken. Der Meinl-Konzern rettete auch die Niemetz-Schokoladenprodukte vor dem Aus.
„In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder die Sorge um den Standort in Grödig. Nun ist es leider gewiss, dass Salzburg Schokolade den Betrieb mit Dezember 2024 einstellt.“, so Daniel Mühlberger von der Gerwerkschaft PRO-GE.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.