Die oberösterreichische Gesundheitsholding (OÖG) hält Anteile an VAMED-Einrichtungen, die an einen Investor verkauft werden. Übernimmt jetzt Land die Mehrheit? Die SPÖ will dieser Frage am kommenden Donnerstag im Landtag stellen.
In der Medizinbranche ist derzeit ein Deal am Laufen, der große Auswirkungen auf zwei bekannte Kliniken in unserem Bundesland haben könnte. Die VAMED, 1982 im Verbund der damals noch verstaatlichen Voestalpine gegründet, betreibt Gesundheitseinrichtungen. Der etwa 20.000 Mitarbeiter zählende Konzern kam zuletzt allerdings in finanzielle Turbulenzen.
Für unser Bundesland ist das insofern interessant, als der VAMED mehrheitlich die Rehaklinik in Enns sowie das Neurologische Therapiezentrum auf dem Gmundnerberg gehören. Interessant: Auch die oberösterreichische Gesundheitsholding, die in OÖ die Landesspitäler betreibt, ist mit einer Minderheitsbeteiligung bei den beiden Reha-Zentren dabei. Und genau deswegen macht die SPÖ diesen Deal am kommenden Donnerstag bei der Landtagssitzung zum Thema.
Klubobfrau Sabine Engleitner-Neu will vom für Landesbeteiligungen zuständigen Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) wissen, wie sich der teilweise Verkauf der VAMED an einen französischen Investmentkonzern auf die Kliniken auswirken. Zum Thema gemacht werden soll auch, wie stark die beiden Einrichtungen ausgelastet sind. Die „Krone“ erfuhr, dass die Oö. Gesundheitsholding Interesse an Enns und Gmunden hat und sie möglicherweise übernimmt.
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