Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Berufsfeuerwehr kurz nach 3 Uhr. Der Lenker des slowenischen Sattelzuges, der mit Orangen und Mandarinen beladen war, dürfte laut Polizei eingeschlafen sein und war im Verteilerkreis von der Fahrbahn abgekommen.
Das Schwerfahrzeug durchbrach die Betonleitwände, stürzte von einer Brücke, überschlug sich und blieb auf der darunter führenden A9 auf der Fahrbahn Richtung Plabutschtunnel-Südportal liegen. Der Lenker wurde im Führerhaus eingeklemmt. Er konnte nur noch tot geborgen werden.
Die Identität des Lenkers könnte bald zweifelsfrei geklärt sein, sagte ein Beamter der Landespolizeidirektion. Es dürfte sich bei dem Opfer um einen 45-jährigen Slowenen handeln. Die Verwandten des Mannes seien jedenfalls auf dem Weg nach Graz, die slowenische Polizei ist ebenfalls mit Erhebungen beschäftigt. Erschwerend sei nämlich gewesen, dass man im zerstörten Führerhaus bisher keine Dokumente habe finden können, sagte ein Beamter der Landespolizeidirektion.
Schwierige Bergung des Wracks
Die Bergung erwies sich als schwierig und dauerte bis in die Vormittagsstunden. Von der beschädigten Autobahnbrücke drohten außerdem Betonteile abzustürzen, zudem trat aus dem Unfallfahrzeug Dieseltreibstoff aus. Auch der Chemiealarmdienst des Landes wurde deshalb eingeschaltet.
"Durch das um diese Zeit geringe Verkehrsaufkommen waren weder am Kreisverkehr noch auf der darunter liegenden A9 zum Zeitpunkt des Unfalles weitere Fahrzeuge unterwegs", so ein Sprecher der Grazer Berufsfeuerwehr.
An derselben Stelle war am 6. Jänner 2008 ein in Dänemark zugelassener Pendlerbus mit 50 großteils mazedonischen Passagieren verunglückt und von der Brücke des Verteilerkreises auf die darunterliegende Fahrbahn gestürzt. Damals waren 40 Menschen verletzt worden.
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