Sorge um Grundwasser

Klinik Gols: Standort für Grüne nicht einbetoniert

Burgenland
06.06.2024 16:00

Auch wenn der Landeshauptmann den Bau mit der Änderung des Gesetzes beschleunigen will, geben die Gegner nicht auf. GRÜNE und WWF befürchten, dass ältestes Naturschutzgebiet des Burgenlands austrocknet

Der Standort für die Klinik Gols sorgt für Debatten: Unbeeindruckt zeigen sich Projektgegner davon, dass mit der Änderung des Krankenhausangstaltengesetzes Verfahren und Bau beschleunigt werden sollen. Das Projekt gefährde das älteste Naturschutzgebiet des Burgenlandes, kommt erneut Kritik. Die Befürchtung sei vor allem, dass durch die Errichtung des Komplexes der Grundwasserstand weiter sinken würde, „was zur Folge hätte, dass streng geschützte Arten schwer beeinträchtigt werden“, zeigt sich Bernhard Kohler vom WWF alarmiert, „daher könne man sich weitere Verluste nicht mehr leisten.“

SPÖ-Brandstätter: Querschüsse gefährden Gesundheitsversorgung

Ein Umdenken fordert auch Wolfgang Spitzmüller (Grüne). „Der Standort darf nicht einbetoniert sein“, meint der Landtagsabgeordnete. Von Doppelmoral spricht hingegen Landtagsabgeordneter Bürgermeister Kilian Brandstätter (SPÖ). „Während die Grünen im Bund ein Wohnbauprogramm mitbeschließen, boykottieren sie kritische Infrastruktur im Burgenland.“ „Solche Querschüsse gefährden die Gesundheitsversorgung“, ärgert sich der Ortschef, „der Standort wurde geprüft und positiv beurteilt.“

Planungen für Standort Wiesäcker gehen weiter
Unterdessen gehen die Planungen für den Standort Wiesäcker weiter: Aktuell wird ein Architektenwettbewerb vorbereitet. In Folge der Gesetzesänderung, ist geplant, dass die Gemeinde Gols ihr Ansuchen um Widmungsänderung zurückzieht, sodass das Projekt aufgrund des neuen Gesetztes abgewickelt werden kann.

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