Zwar hat sich die angespannte Personalproblematik in der Kärntner Tourismusbranche leicht entspannt, doch es fehlen für die heurige Saison noch immer unzählige Arbeitskräfte. Ein Sonderkontingent soll für Entspannung sorgen.
Es waren zähe Verhandlungen zwischen den Bundesländern und Arbeitsminister Martin Kocher. Und trotzdem konnte für Kärnten ein beachtlicher Erfolg für die heurige Sommersaison erzielt werden. „Es handelt sich dabei quasi um ein Sonderkontingent für Kärnten: insgesamt wurden zusätzlich 200 Plätze freigegeben, wobei der Großteil mit 170 Plätzen voraussichtlich an Kärnten geht“, sagt Jürgen Mandl, Präsident der Kärntner Wirtschaftskammer.
Die starke Erhöhung der Sonderkontingente für Kärnten ist ein dringend benötigter Impuls für den Tourismus, um den Arbeitskräftemangel abzufedern.
Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig
Jubelsprünge in der Branche
Und diese Entscheidung sorgt bei den heimischen Tourismusbetrieben für Freude. Denn diese kämpfen jede Sommersaison um Arbeitskräfte. „Saisoniers sind ein unverzichtbarer Teil des touristischen Arbeitsmarktes. Wir befinden uns in einem internationalen Wettbewerb um Arbeitskräfte. Deshalb ist es auch so wichtig, Drittstaatsangehörige flexibel und bedarfsgerecht beschäftigen zu können“, erklärt Josef Petritsch, Touristiker und Spartenobmann in der Kärntner Wirtschaftskammer.
Und trotz der Entlastung für die heurige Sommersaison ist das Personalproblem in den Hotel- und Gastronomiebetrieben noch lange nicht gelöst. Immerhin müsse eine mittelfristige Lösung für Mitarbeiter ohne eine fachliche Ausbildung erzielt werden, denn „die Rot-Weiß-Rot-Karte ist für den Tourismus nur bedingt tauglich.“
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