EM-Playoff-Rückspiel

1:1 in Russland ist zu wenig: EM steigt ohne ÖFB-Frauen

Sport
25.10.2012 18:40
Für Österreichs Fußball-Frauen bleibt die erstmalige Teilnahme an einem Großereignis vorerst nur ein Traum. Am Donnerstag verwandelte Rot-Weiß-Rot im EM-Qualifikations-Playoff gegen Russland dank eines Freistoßtreffers von Sarah Puntigam (75.) einen 0:1-Halbzeitrückstand zwar noch in ein 1:1-Remis, konnte das 0:2 vom Hinspiel am vergangenen Sonntag aber nicht mehr wettmachen.

Die mangelnde Chancenauswertung des Spiels in St. Pölten, in dem die ÖFB-Truppe dominiert hatte, sollte sich schließlich bitter rächen. Ein unnötiges Kopfballtor von Kostjukowa machte die geplante Aufholjagd nach genau einer halben Stunde trotz einer guten zweiten Hälfte quasi zunichte. Schon das Erreichen des Playoffs gegen die in der Weltrangliste um 15 Positionen besser klassierten Russinnen darf freilich als Erfolg für den heimischen Frauenfußball gewertet werden.

Unnötiges 0:1 bringt Vorentscheidung
Ohne die gesperrte Carina Wenninger, für die Virginia Kirchberger in die Innenverteidigung rückte, konnten die Österreicherinnen in der ersten Hälfte keine Akzente setzen und fanden im Gegensatz zum Spiel in St. Pölten kaum den Weg zum Tor. Die Vorentscheidung fiel in der 30. Minute: Nach einem Eckball verschätzte sich Torfrau Anna-Carina Kristler im Fünfer klar, Kostjukowa kam unbedrängt zum Kopfball und stellte auf 1:0 für die Gastgeberinnen. Österreich erholte sich vom Schock aber recht schnell, drängte auf den Ausgleich und hatte kurz vor der Pause auch eine Riesenchance: Doch die schon zuletzt starke russische Schlussfrau Todua parierte den schönen Schlenzer von Laura Feiersinger bravourös (44.).

Mehr als Ausgleich will nicht mehr gelingen
Nina Burger und Co. agierten nach dem Seitenwechsel schließlich engagierter, sorgten bei zwei Standards (55., 62.) auch für echte Gefahr im Strafraum, erspielten sich gegen die kompakten Russinnen aber nach wie vor keine echten Chancen. Die Gastgeberinnen beschränkten sich auf das Verwalten des Vorsprungs und ließen sich auch vom Ausgleichstreffer durch Bayern-München-Legionärin Puntigam, die bei ihrem direkten, zentralen Freistoß von einem schweren Schnitzer Toduas profitierte, nicht mehr beirren. Im Finish hatte Viktoria Schnaderbeck sogar das 2:1 am Fuß, der abgefälschte satte Schuss kullerte aber am russischen Tor vorbei (85.).

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