Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat das kürzlich von der Regierung beschlossene Wohnpaket beworben. Der sogenannte Zweckzuschuss würde dem Burgenland rund 800 Wohneinheiten – neu und saniert – bringen. Kritik am Paket des Bundes kommt jedoch vom Land.
Mit dem Zweckzuschuss sollen in ganz Österreich 10.000 neue Eigentumswohneinheiten im Neubau und 10.000 neue Mietwohneinheiten im Neubau geschaffen werden. Zudem sollen rund 5000 Wohneinheiten saniert werden. Für das Burgenland selbst würde das etwa 300 Wohneinheiten (Eigentum), etwa 300 Mietwohneinheiten und rund 180 zusätzliche sanierte Wohneinheiten bedeuten.
Motor für die Bauwirtschaft und leistbarer Wohnraum
Beschlossen worden sei das Paket, um die Bauwirtschaft anzukurbeln und um leistbaren Wohnraum zu ermöglichen. Auch die Gemeinnützigkeit werde gefördert, betonte Nehammer. „Die Wohn- und Eigentumsoffensive hilft vielen Menschen dabei, ihren Lebenstraum vom Eigenheim zu erfüllen“, so Nehammer. Zusätzlich komme es durch die temporäre Abschaffung der Grundbucheintragungs- und Pfandrechtseintragungsgebühr zur Anschaffung eines Eigenheims zu einer Entlastung von bis zu 11.500 Euro. Anreize bringe auch der „Handwerkerbonus PLUS“.
Landesrat Dorner: Wohnpaket ist eine Mogelpackung
Von einer Mogelpackung hingegen spricht Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ). „Bei einer Vergabe der Darlehen durch das Land trägt auch das Land das Risiko des Kreditausfalls des Fördernehmer. Zudem ist die Zinsstützung mit vier Jahren befristet. Das heißt, dass danach entweder der Kreditnehmer das Risiko der Zinsentwicklung voll trägt oder das Land hier einspringen“, so Dorner.
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