Schon in den vergangenen Tagen ist es in einigen Bundesländern zu neuerlichem Schneefall gekommen. In der Nacht auf Dienstag hat die Kaltfront aber letztendlich das ganze Land erreicht. Weiße Grüße von Frau Holle gibt es besonders im Süden. In der Steiermark sind wegen des Wetters sogar Tausende Haushalte ohne Strom. Zudem ruft die Asfinag dazu auf, nur mit winterfesten Fahrzeugen in höheren Regionen unterwegs sein.
Mit sommerlichen Temperaturen ist auch die nächsten Tage noch nicht zu rechnen. Fast überall ist am Dienstag aufgrund eines Italientiefs mit Neuschnee zu rechnen – besonders im Süden Österreichs. Verschont dürfte nur das Burgenland bleiben. Regnen soll es aber allerorts.
Tausende Haushalte ohne Strom
Während das Italientief in den Morgenstunden bereits für Verkehrschaos in Kärnten sorgt, sind in der Südweststeiermark aufgrund des Schneefalls etliche Haushalte ohne Strom. In der Früh waren rund 100 Trafostationen und 3400 Haushalte betroffen, wie die Energie Steiermark mitteilte.
Getroffen hatte es vor allem die Region südwestlich von Leibnitz. Für die Reparaturarbeiten wurde zusätzliche Monteure aus Graz und der Oststeiermark angefordert, teilte Urs Harnik-Lauris, Sprecher der Energie Steiermark am Vormittag mit.
Entschärfung um Mittagszeit erwartet
Zudem sorgt die Schneelast auf den belaubten Bäumen zu Schneebruch. Vonseiten der Energie Steiermark geht man von einer Entschärfung der Situation um die Mittagszeit aus.
Schneekettenpflicht in Kärnten
In Kärnten wurde außerdem auf einigen höher gelegenen Straßen Schneekettenpflicht verhängt, etwa über den Loiblpass nach Slowenien (B91), für die Turracher Straße (B95) in die Steiermark und die Katschberg Straße (B99) nach Salzburg. Für den Loiblpass wurde die Schneekettenpflicht am Montag in der Früh nach erfolgter Schneeräumung bereits wieder aufgehoben.
ASFINAG stellt auf Winterdienst um
Aber auch im Bereich der Pack auf der A2 (Südautobahn) sind bis Dienstagabend bis zu 30 Zentimeter Schnee möglich, ebenfalls mit Schnee ist in der Obersteiermark sowie im Wechselgebiet zu rechnen. Deshalb hat die ASFINAG in den betroffenen Regionen wieder auf den klassischen Winterdienst umgestellt und ist mit zusätzlichem Personal im Einsatz. Allein die Autobahnmeisterei Unterwald auf der A2 im Packabschnitt hat fünf Fahrzeuge mit Schneepflügen ausgerüstet.
Auch im Westen kann es speziell auf den höher gelegenen Strecken zu winterlichen Fahrverhältnissen kommen. Das gilt besonders für den Arlbergpass, der aufgrund der Sperre des Arlbergtunnels die aktuelle regionale Ausweichroute für den Verkehr zwischen Tirol und Vorarlberg ist.
Tempo an Bedingungen anpassen
Die Asfinag appelliert mit Nachdruck, ausschließlich mit Winterausrüstung unterwegs zu sein, obwohl die situative Winterreifenpflicht seit 15. April nicht mehr gilt, das Tempo an die Bedingungen anzupassen und den Abstand zum vorderen Fahrzeug zu vergrößern.
Wärmer wird es erst am Wochenende
Ähnlich sieht das Wetter auch noch in den kommenden Tagen aus. Mit Schneefall ist weiterhin zu rechnen, auch die Temperaturen steigen bis zum Wochenende nicht an. Lichtblick gibt es ab Freitag: Zum Wochenendbeginn steigen die Temperaturen wieder und können bis zu 16 Grad erreichen.
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