Die Argentinier waren vor 40.000 Zuschauern in Lima nur ein Schatten ihrer selbst. Bereits in der zweiten Minute musste Torhüter Sergio Romero einen Elfmeter von Perus Stürmerstar Claudio Pizarro parieren. Die Peruaner gingen durch Carlos Zambrano dennoch in Führung (22.). Argentiniens Mittelstürmer Gonzalo Higuain gelang mit einem sehenswerten Treffer aber zumindest noch der Ausgleich (38.).
Messi dagegen vermochte keine Akzente zu setzen. "Es war eher Kampf als Fußball", erklärte der 25-Jährige. Seinen Teil trug auch das schlechte Spielfeld bei. "Es hat sicher nicht geholfen. Man hat immer ein, zwei Kontakte mehr gebraucht, um den Ball zu kontrollieren", sagte Messi. Ein Auswärtsremis sei in der WM-Qualifikation aber nicht schlecht.
Kolumbien darf sich nach dem Sieg beim direkten Konkurrenten große Hoffnungen auf die erste WM-Teilnahme seit 1998 machen. Stürmer Radamel Falcao traf auch in Santiago de Chile (73.). Edinson Cavani rettete Uruguay ebenfalls nach 0:1-Rückstand zu Hause gegen Ecuador zumindest noch einen Punkt (67.). Für Paraguay dagegen wird die Luft immer dünner. Der WM-Viertelfinalist von Südafrika 2010 musste sich Venezuela nach einem Doppelpack von Topstürmer Salomon Rondon (45., 68.) zu Hause mit 0:2 geschlagen geben.
Klinsmann und Herzog atmen auf
Klinsmann und sein Assistent Herzog können aufatmen. Ein 1:0-Sieg gegen Jamaika nahm vorerst den Druck vom Trainerteam des US-Nationalteams. Das Goldtor in Columbus erzielte Herculez Gomez per Freistoß (55.). Vergangene Woche in Kingston hatten die US-Amerikaner noch ihre erste Niederlage gegen die Jamaikaner überhaupt kassiert (1:2).
"Wir haben den Spielern gesagt, keine Zeit und keine Punkte zu verschwenden. Ich bin froh, dass sie das verstanden haben", sagte Klinsmann, der seine Startformation an fünf Positionen umgestellt hatte. Rapid-Stürmer Terrence Boyd kam im Gegensatz zum Hinspiel auf Jamaika nicht zum Einsatz. "Die Spieler haben auf dem Platz hervorragend reagiert", meinte der Teamchef. Als Lohn kehrten die US-Amerikaner an die Tabellenspitze zurück - ex aequo mit Guatemala und punktegleich mit Jamaika. Mexiko liegt dank eines 1:0-Heimsiegs über Costa Rica ebenfalls auf WM-Kurs.
Japan schlägt den Irak
Auch Japans Nationalmannschaft ist der WM ein gehöriges Stück näher gekommen. Der Asien-Meister gewann in Saitama gegen den vom Brasilianer Zico betreuten Irak mit 1:0 und baute seine Führung in der Gruppe B weiter aus. Ryoichi Maeda gelang in der 25. Minute per Kopf der entscheidende Treffer. Weiter auf den ersten Sieg in der entscheidenden Phase warten müssen die Australier, die in Jordanien 1:2 verloren und halten in drei Spielen erst magere zwei Zählern gesammelt haben. Jordanien ist mit vier Punkten nun erster Verfolger von Japan.
Südkorea baute in Gruppe A die Spitzenposition trotz eines 2:2 in Usbekistan ebenfalls aus. Nach dem Remis in Taschkent liegen die Koreaner mit sieben Zählern drei Punkte vor dem Iran, der in Beirut mit einem überraschenden 0:1 gegen den Libanon einen Rückschlag erlebte.
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