In Gladbach ist man sich trotz allem sicher: Die "Fohlen", in den 70er-Jahren eine feste Größe des europäischen Fußballs, sind international wieder salonfähig. Stranzl, der für seine Vorstellung in der Innenverteidigung viel Lob erhielt, war von der Mannschaftsleistung überwältigt.
"Ich habe mit keiner meiner Mannschaften ein solch dominantes Spiel wie hier in Kiew erlebt", erklärte der 32-Jährige angesichts von 60 Prozent Ballbesitz - und das auswärts. Kein Wunder, dass die Dynamo-Fans unter den 66.862 Zuschauern ihr Team streckenweise auspfiffen.
Als fatal sollte sich schließlich die 1:3-Niederlage im Heimspiel erweisen. "Nicht die bessere, sondern die cleverere Mannschaft ist weitergekommen", sagte Stranzl, "wir haben uns im Hinspiel locken lassen und die Fehler gemacht. Da müssen wir uns weiterentwickeln und wollen dazulernen." Der Saison sieht er dennoch optimistisch entgegen: "Wir haben viele junge Spieler drin. Und wenn die aus solchen Erfahrungen dazulernen und sich weiterentwickeln, schaut es gar nicht so schlecht aus."
Ernüchterung bei Basel nach Pleite in Cluj
Europa League statt Champions League - dies gilt auch für ÖFB-Teamspieler Aleksandar Dragovic und den FC Basel. Die Schweizer standen nach dem 1:2 zu Hause auch beim 0:1 in Cluj auf verlorenem Posten. Während die Rumänen bereits zum zweiten Mal in der Gruppenphase der Königsklasse stehen, muss Basel, das im Vorjahr sogar einen Fixplatz hatte, mit rund neun Millionen Euro weniger budgetieren.
Bei Basel nahm man das Aus gegen Cluj mit Ernüchterung zur Kenntnis. "In diesem Spiel hat zu einem gewissen Grad schon die Qualität gefehlt", musste Trainer Heiko Vogel gestehen. Es ist aber noch zu früh, um zu sagen, ob dies generell gilt im Vergleich zur letzten Saison. Wir haben heute das Glück einfach zu wenig erzwungen." Präsident Bernhard Heusler hatte schon vor dem Rückspiel Entwarnung gegeben: "Aus finanzieller Sicht sind wir nicht um jeden Preis darauf angewiesen, dass wir an der Champions League teilnehmen können."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.