In der Pubertät sind Mama und Papa für viele Jugendliche nervig und uncool - soweit das allgemeine Vorurteil. Herauszufinden, ob dies tatsächlich stimmt und wie sich die Zeit mit den Eltern auf Heranwachsende auswirkt, war das Ziel der Langzeitstudie.
Das Ergebnis: Pubertierende verbringen - entgegen dem Vorurteil - mehr Zeit mit ihren Eltern als gedacht. Obwohl die Jugendlichen immer unabhängiger von ihren Familien werden, pflegen sie weiterhin enge Beziehungen zu ihren Müttern und Vätern, wie die US-Gesellschaft zur Erforschung der Kinderentwicklung die Expertin McHale in einer Mitteilung zitiert.
Sozialer im Umgang mit anderen
Teenager, die viel mit ihren Vätern und gleichzeitig anderen unternehmen, sind demnach sozialer im Umgang mit Gleichaltrigen. Weitere Ergebnisse der Untersuchung: Zweitgeborene verbringen mehr Zeit mit ihren Eltern und gleichzeitig anderen Menschen als Erstgeborene. Und Mütter unternehmen mehr mit dem Mädchen, wenn sie eine Tochter und einen Sohn haben - genau wie Väter mit ihrem Burschen.
Für ihre Studie beobachteten die Wissenschaftler das Verhalten in rund 200 Familien der Mittel- und Arbeiterschicht in kleinen Städten und ländlichen Gemeinden. Die Forscher untersuchten, wie viel Zeit Eltern und Kinder von der frühen bis zur späten Pubertät miteinander verbrachten. Fünfmal innerhalb von sieben Jahren führten sie daher persönliche Gespräche und Telefoninterviews mit Müttern, Vätern und Kindern.
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