Wirtschaft warnt

Exodus droht: Industrie geht in Wien der Platz aus

Wien
26.03.2024 19:00

Stefan Ehrlich-Adám, Spartenobmann Industrie in der Wirtschaftskammer, schlägt Alarm: Wien droht ein Exodus an Unternehmen und Arbeitsplätzen. Es gibt zu wenig Platz für Ansiedelungen oder Expansion.

Wien gilt als Stadt der Hochkultur. Was viele vergessen: Wien ist auch ein bedeutender Industriestandort. Die Betriebe schaffen 59.000 Arbeitsplätze und eine Wertschöpfung von 7,3 Milliarden Euro. Noch!

Denn jetzt schlägt Stefan Ehrlich-Adám, Spartenobmann Industrie in der Wirtschaftskammer, Alarm: „In Wien gibt es aktuell 2127 Hektar gewidmete Betriebsflächen, wovon nur noch 140 Hektar frei sind. Neue kommen nicht hinzu. Bei der aktuellen Entwicklung geht uns in zehn Jahren der Platz aus.“

In zehn Jahren kein Platz mehr
Der Grund: Wiens Industrie wächst. Unternehmen bauen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage bestehende Standorte aus. Und es kommen auch internationale Unternehmen dazu. Doch es fehle eben an neuen Flächen, um weitere Betriebsansiedlungen zu ermöglichen. Ehrlich-Adám ergänzt: „Die jetzt noch freien Flächen sind infrastrukturtechnisch schlecht erschlossen. Bestes Beispiel ist der fehlende Anschluss in der Donaustadt an die S1.“

„Im besten Fall gehen Unternehmen nach Niederösterreich“
Und der Experte zeichnet ein düsteres Bild: Es können sich keine neuen Betriebe ansiedeln, und erfolgreiche bestehende Unternehmen können ihre Standorte nicht erweitern und müssen aus Wien abwandern. Im besten Fall nach Niederösterreich, im schlechtesten Fall nach Asien oder Nordamerika.

Ehrlich-Adám: „Natürlich muss auch die Industrie an Verdichtungsmöglichkeiten arbeiten. Es braucht jedoch Bestrebungen, um die Industrie im Stadtgebiet zu halten und neue Flächen zu erschließen.“ 

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