GUTEN MORGEN

Nicht ohne Kickl | Wie Jörg Haider

Nicht ohne Kickl. Nein, ein Blauer wird die Stadt Salzburg nicht regieren, ein Schwarzer auch nicht mehr. Zur Wahl stehen in der viertgrößten Stadt Österreichs heute nur noch die beiden Kandidaten von SPÖ und KPÖ. Die Noch-Bürgermeisterpartei ÖVP ist nach schweren Verlusten im ersten Wahlgang draußen, die FPÖ, sonst die Partei der Stunde, erreichte in der wichtigen Landeshauptstadt vor zwei Wochen nur den miesen Rang 5. Bei den herbstlichen Nationalratswahlen kommt für FPÖ-Spitzenkandidat Herbert Kickl nur Platz 1 infrage, das stellt er auch im heutigen „Krone“-Interview mit Conny Bischofberger klar. Und dann werde er keinesfalls wie im Jahr 2000 bei Schwarz-Blau sein Parteiobmann-Vor-Vorgänger Jörg Haider in der zweiten Reihe bleiben. „Wissen Sie, was das wäre?“, fragt der Ober-Blaue rhetorisch die Interviewerin. Um sich selbst zu antworten: „Wählerbetrug. Ich kann nicht als Spitzenkandidat in eine Wahl gehen und danach sagen: Ätsch, jetzt macht es wer anderer. Dafür bin ich nicht zu haben.“ Das sei auch ein ganz großer Fehler, wenn nicht der größte Fehler des Jörg Haider gewesen. Kickl im O-Ton: „Seine Wähler haben ihn gewählt, niemand hat Susanne Riess-Passer gewählt.“ Alles klar also: Die FPÖ gibt es nicht ohne Kickl.

Wie Jörg Haider. An Jörg Haider erinnert Herbert im großen „Krone“-Interview übrigens noch einmal. Er erzählt, wie viel Zuspruch er bei seinen Gesprächen „in den Dorfgasthäusern, wo sonst nie Politiker hinkommen“ bekommt. Die Leute dort sagten ihm immer drei Dinge: „Lassen Sie sich nicht verbiegen! Bleiben Sie so, wie Sie sind! Und jetzt neuerdings auch: Passen Sie auf sich auf, damit Ihnen nichts passiert, wie dem Jörg Haider.“ Ein wirklich bemerkenswerter Satz! Er könnte nach Verschwörungstheorie klingen… Aber wie auch immer: Bald werden wir wissen, ob Kickl sogar noch beliebter und noch erfolgreicher wird als einst Jörg Haider.

Kommen Sie gut durch den Sonntag!

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