Zwei Kärntner Rad-Talente zieht’s ins Ausland. Der Neuzugang von Feld am See wurde vor dem Bundesliga-Start von einem LKW erwischt. Und schon bald könnten echte Superstars durch Kärnten rollen. . .
Ein Bein im Profi-Geschäft! Das hat Kärntens Rad-Nachwuchs-Hoffnung Heimo Fugger. Der 16-jährige Klagenfurter vom RC KAC fuhr sich mit einer starken Vorsaison auf die Notizzettel der großen Klubs. Und tritt jetzt für das belgische Team Cannibal-Victorious U19 in die Pedale, welches das Development-Team der Spitzen-Equipe Bahrain Victorius ist.
„Da fahren Stars wie Wout Poels“, freut sich Fugger. „Aber ich starte weiterhin noch bei ein paar Rennen für den KAC, vor allem in Italien und Slowenien.“ Auch Manolo Wrolich, Sprössling von Ex-Radprofi und Kärntens Verbandschef Peter „Paco“ Wrolich, zieht’s ins Ausland. Genauer gesagt in die USA. Dort hat der 17-Jährige ab August für vier Jahre ein Sport-Stipendium.
Und heuer und in den kommenden Jahren sind einige Rad-Events in Kärnten geplant. Am 22. Juni finden am Klopeiner See die österreichischen Nachwuchs-Meisterschaften statt. Erstmals seit 2019 gastiert die Rad-Bundesliga wieder in Kärnten. Bei der Abschlussetappe der Alpe-Adria-Tour am 18. August am Klagenfurter Ring ist die Damen-Bundesliga integriert.
Ö-Tour uninteressant
Nicht durch Kärnten rollt die Österreich-Rundfahrt. „Sie ist für uns nur interessant, wenn sie im September stattfindet – oder wenn man ein internationales Medienpaket hat. Wie jenes von Eurosport mit 187 Sendern. Das kostet 500.000 Euro“, meint Wrolich. Für 2025 besteht jedoch die Möglichkeit, die slowenische Rundfahrt mit den Stars Pogacar, Roglic und Co. nach Kärnten zu bringen. „Wir haben das Vorrecht auf eine Etappe. Da sind der Klopeiner See oder die Region Villach/Wörthersee ein Thema“, erzählt Wrolich.
Vom LKW erwischt
Ohne Neo-Leader Matej Drinovec startet am Sonntag das Radteam ARBÖ Feld am See in die Bundesliga. Beim Training in Jesenice wurde er von einem LKW gerammt, brach sich dabei das Schlüsselbein. Der 32-Jährige wurde am Montag operiert. Und am Donnerstag spulte er schon wieder 64 Kilometer am Rad ab. „Das ist verrückt! Er ist aus einem anderen Holz geschnitzt. Normal greift man das Rad ein paar Monate nicht mehr an“, meint Norbert Unterköfler, Chef von Feld am See.
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