Im „Krone“-Interview

Max Müller über das Altern und die Polizeiarbeit

Stars & Society
23.03.2024 05:00

Kasnudeln und Mozart – vorgetragen vom „Rosenheim Cops“-Urgestein und Bariton Max Müller. Im Lorely-Saal in Wien fanden gestern Benefizkonzerte der etwas anderen Art statt, zugunsten des Mobilen palliativ Teams des Wiener Hilfwerkes trat hier nämlich der beliebte Musiker gleich zweimal auf und sorgte mit seinem Stück „Ja, Prost die Mahlzeit!“ für ausverkaufte Ränge.

Es war eine zufällige Begegnung, weswegen dem gebürtigen Kärntner das vermeintlich unangenehme Thema so am Herzen liegt: „Nach vielen Jahren, als sie aus Australien zurückgekommen ist, haben wir uns zufällig in Wien hinter der Oper, wohin wir schon als Schüler immer gekommen sind, getroffen.“ Die Rede war von seiner früheren Schulkollegin, Sigrun Sodia-Feldner.

Er fuhr fort: „Und dann haben wir quasi wieder angeknüpft und sie hat mir erzählt, was sie macht, dass sie Palliativärztin ist. Und dann, irgendwann habe ich gesagt: ,Sag mal, wie geht es euch denn so? Von der gesellschaftlichen Wahrnehmung her?‘ Und sie hat mir dann erzählt, dass gerade Palliativmedizin sehr oft ein gemiedenes Thema ist, weil die Leute einfach irrsinnige Berührungsängste haben und ich habe gedacht: Lass uns doch ein Benefizkonzert machen! Ja, ich habe eine gewisse Bekanntheit, es werden wahrscheinlich ein paar Leute kommen und sich das anhören.“ Und so taten es ganze 600 Menschen.

Auf seinem Tablett hatte Müller sogar noch ein Bild der beiden zu Schulzeiten gespeichert.
Auf seinem Tablett hatte Müller sogar noch ein Bild der beiden zu Schulzeiten gespeichert.(Bild: Starpix/ Alexander TUMA)

Lust auf mehr
Müller selbst ist neben einem Krankenhaus aufgewachsen, weswegen er schon früh mit kranken, manchmal auch unheilbar kranken Menschen in Kontakt getreten ist. „Als Kind kann man das natürlich nicht formulieren, aber ich habe es gespürt. Das ist ein trauriges Thema. Aber es ist ja eigentlich gut. Und ich merke in unserer Gesellschaft einfach immer stärker, dass Themen wie Krankheit und Tod sehr, sehr gerne negiert werden. Und das ist bis zu einem gewissen Alter verständlich, wenn man jung ist und so, dass man damit ja nicht so viel zu tun haben will, aber man muss sich dem früher oder später stellen.“

Er persönlich wünsche sich im Alter – wie vermutlich jeder, betonte er – maximale Unabhängigkeit. Falls er nicht so viel Glück haben sollte, wolle er ebenfalls von einem Team, wie dem der Wiener Hilfswerke betreut werden. Solang er aber noch so munter wie jetzt ist, denkt er gar nicht ans Aufhören. „Meine ganz großen Vorbilder, also in der Hinsicht, sind Otto Schenk und Fritz Muliar. Also die bis zum Schluss arbeiten oder gearbeitet haben. Es macht mir viel Freude und solang es das tut, warum sollte ich damit aufhören?“ Über diese Nachrichten, dürfen sich nicht nur die Fans des Unterhalters freuen, auch die „Krone“ bedankt sich für das Interview und den Mut, Palliativ-Arbeit auf die Agenda zu rücken!

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