

In Bad Eisenkappel haben die Unwetter im Vorjahr großen Schaden verursacht. Vieles konnte bereits hergerichtet werden. Was bleibt, ist die Angst vor einer Wiederholung solch einer Naturkatastrophe.
Die idyllische Vellach kann sich bei massiven Niederschlägen in ein unheilbringendes Monster verwandeln. Das hat sie auch bei den Unwettern im Jahr 2023 gezeigt. Ihre Wassermassen zogen eine Spur der Verwüstung quer durch die Gemeinde Bad Eisenkappel. Besonders schwer getroffen hat es den Radweg R1E, ein Touristenmagnet von Miklauzhof in den Luftkurort. „Das Wasser hat viele Bereiche unterspült. Der Radweg war an einigen Stellen nicht mehr vorhanden“, erzählt Bürgermeisterin Elisabeth Lobnik.


Rund zwei Millionen Euro hat der Schaden durch die Unwetter im Vorjahr ausgemacht. Lobnik: „Die Arbeiten am Radweg sind beinahe abgeschlossen.“
Wir wohnen seit Jahrzehnten hier. Die Mure ist wie eine Lawine von oben herunter an uns vorbeigeschossen. Wir waren alle total schockiert und auch glücklich, dass uns nichts passiert ist.
Rosi Pirker
Auch auf vielen privaten Grundstücken sind die Spuren noch sichtbar. Vor allem Hangrutsche sind ein Problem. Im Remschenig-Graben ist ein kleines Bächlein zum reißenden Fluss geworden. Die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung haben seit dem Vorjahr Großartiges geleistet. Bewohnerin Rosi Pirker erinnert sich an die Mure, die im Vorjahr als meterhohe Lawine ins Tal gedonnert ist: „Ein Bagger war bereits damit beschäftigt, die erste Mure wegzuräumen, als plötzlich gewaltige Geröllmassen unter lautem Getöse vor unseren Augen herunter gedonnert sind.“ Der Gemüseacker, die Straße waren auf einmal weg: „Es hätte auch unseren Stadel oder das Haus erwischen können.“
Die Straße war relativ rasch wieder befahrbar und wurde saniert. „An die 50 Lastwagen Material mussten weggebracht werden“, so Pirker. „Heute ist der Ausbau des Bachbettes abgeschlossen, das ist toll. Die Idylle von vorher gibt’s leider nicht mehr.“
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