Im Werk 2 der Firma Blum in Höchst erfolgte am Montag der Startschuss zur Aktion „Vorarlberg radelt“. Eine neue App sowie zahlreiche Gewinnchancen sollen den Umstieg auf den Drahtesel attraktiv machen.
Mehr als 10.000 Vorarlberger waren im vergangenen Jahr bereits bei Fahrradwettbewerb „Vorarlberg radelt“ dabei. 9,6 Millionen Kilometer wurden in der Saison 2023 zurückgelegt, 1692 Tonnen CO2 eingespart. Spitzenwerte, die sich auch im österreichweiten Vergleich sehen lassen können. So hatte das Ländle gleich in einigen Kategorien die Nase ganz vorne: Bei den Gemeinden zwischen 5000 und 15.000 Einwohnern standen die Höchster auf dem obersten Stockerlplatz, bei den Betrieben mit 50 bis 250 Mitarbeitern das Energieinstitut Vorarlberg. Die Mitarbeiter der Dornbirner Sparkasse erstrampelten Platz 1 bei den Betrieben über 250 Mitarbeitern und bei den Universitäten hatte die FH Vorarlberg die Nase vorne.
Die Radverantwortlichen des Landes rund um Landesrat Daniel Zadra sehen dennoch Luft nach oben. Folglich lautet das Ziel, diese Saison noch mehr Menschen zum Umstieg auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel zu bewegen. Dazu beitragen soll unter anderem die neue App „Österreich radelt“: „Um die Erfassung der geradelten Kilometer so einfach wie möglich zu machen, wurde die bestehende App überarbeitet und steht ab sofort bundesweit zur Verfügung“, erklärte Zadra.
„Rad-Potenzial“ beim Weg zum Arbeitsplatz
Weiters setzt Zadra auf die Vorarlberger Arbeitgeber: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, umweltfreundlich zum Arbeitsplatz zu kommen, ist ein hervorragender Ansatzpunkt für die notwendige Transformation des Mobilverhaltens in Richtung Klimaverträglichkeit“, meinte er. Gemäß einer Mobilitätserhebung sind 29 Prozent aller werktags zurückgelegten Wege jene zur Arbeit. Dies ist nicht nur der häufigste Grund, um von A nach B zu kommen, auch sind die Arbeitswege in der Regel kürzer als zehn Kilometer. „Dieses Potenzial fürs Radfahren müssen wir ausschöpfen. Unternehmen sind dabei wichtige Partner, weil sie durch betriebliches Mobilitätsmanagement rasch effektive Maßnahmen setzen können.“
Mit gutem Beispiel in Sachen Radeln geht der Höchster Beschlägehersteller Blum voran, auf dessen Gelände der Startschuss zum Radwettbewerb 2024 erfolgte. 1800 Fahrradabstellplätze stehen bei Blum zur Verfügung, allein im vergangenen Jahr kamen 500 neue hinzu. „Radfahrer können näher am Arbeitsplatz parken als die Kollegen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren. Zudem gibt es Duschen und Garderoben“, informierte Katharina Schön, Mobilitätsexpertin des Unternehmens. All die Maßnahmen würden darauf abzielen, den Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel zu erleichtern und langfristig die Gewohnheiten zu ändern, um so neue Standards zu etablieren.
Von Radservicetagen bis zu Pumptrackevents
Der Wettbewerb „Vorarlberg radelt“ läuft bis 30. September. Neben Arbeitgebern sind auch Gemeinden und Vereine eingeladen, sich zu beteiligten. Zusätzlich zum Umstieg motivieren soll die Chance auf zahlreiche Preise wie Raiffeisen-Sparbücher oder „Vorarlberg isst“-Gutscheine sowie Radservicetage und Pumptrackevents.
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