Die dramatischen Ereignisse im Sommer 2023 haben tiefe Spuren in der Natur hinterlassen. Die „Kärntner Krone“ besuchte Betroffene in Globasnitz.
Das liebliche Plätschern des Bächleins im Luschniggraben täuscht: Vor wenigen Monaten tobten hier Naturgewalten! Berge von Geröll und Schwemmholz sind vom Simonberg ins Tal gedonnert. Die immer noch sichtbaren Spuren lassen nur erahnen, welche Kräfte hier gewütet haben.
Wir besuchen Jungbauer Benedikt Lassnigg in der kleinen Ortschaft Slovenjach. „Mit der Mure ist fast der halbe Berg abgerutscht. Vom Wald ist kaum noch etwas geblieben.“ Der Erdrutsch hat einen zweieinhalb Kilometer langen Krater in die idyllische Landschaft gerissen. „Meine Nachbarn haben noch immer keine Straße“, so der Forstwirt. Unwetter habe es ja immer gegeben, aber noch nie so eines wie 2023. „Gegen die Kraft der Natur können wir nichts tun.“
Noch müssen Hunderte Lkw-Fuhren aus dem Graben gebracht werden. „Wir hoffen, dass sich da nichts nachkommt“, sagt Bürgermeister Bernard Sadovnik. Der Simonberg sei immer noch in Bewegung. „Es wird Jahrzehnte dauern bis da wieder Wald steht.“
Ich sorge mich. Das lose Material, müsste eigentlich längst weggeräumt sein. Es ist gefährlich, sich dort aufzuhalten.
Benedikt Lassnigg aus Slovenjach
Der Schaden für die Grundeigentümer ist beträchtlich. Viele Betroffene fühlen sich im Stich gelassen. Einer von ihnen ist Wilhelm Tomaschej in Traundorf. Um Häuser zu retten, ist die Ackerfläche des Bauern vom Globasnitzbach überflutet worden: „Wir hatten keine Hilfe, gewaltige Massen mussten weggeschafft werden.“ Sadovnik: „Der Schaden an der Infrastruktur in der Gemeinde lag bei 660.000 Euro.“
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