Alle Coaches der Liga-Rivalen nannten auf Anhieb den Titelverteidiger als aussichtsreichsten Anwärter auf Platz eins in der Endtabelle. Die Mozartstädter seien "klarer Favorit", erklärten die Trainer unisono mit Hinweis auf die Red-Bull-Millionen, die einen für österreichische Verhältnisse luxuriösen Kader entstehen ließen.
"Bullen"-Coach Roger Schmidt ist sich des hohen Erwartungsdrucks bewusst. "Wir wollen guten Fußball spielen, unsere Titel verteidigen und international so lange wie möglich mit dabei bleiben", sagte der neue Trainer des Double-Gewinners.
WAC in die Fußstapfen der Admira?
Einigkeit herrschte unter den Trainern auch, was die Erfolgschancen von Aufsteiger WAC betrifft. Geht es nach den Fußball-Lehrern, dann könnten die Kärntner in die Fußstapfen der Admira treten, die als Bundesliga-Neuling in der Vorsaison Platz drei belegte. "Wenn der WAC einen guten Start hinlegt und eine Euphorie entfacht, ist viel möglich", sprach der Südstädter Betreuer Dietmar Kühbauer aus eigener Erfahrung.
Während sich der Burgenländer trotz der sensationellen Spielzeit 2011/12 im Tiefstapeln übt, lautet die Vorgabe bei Rapid, Austria und Sturm Graz, einen von diesmal fünf internationalen Startplätzen zu ergattern. Der neue Austria-Trainer Peter Stöger spekuliert außerdem mit einer Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation, wofür Platz zwei reichen würde.
Torlinien-Technologie weiterhin umstritten
So einig man sich beim Titelfavorit war, so uneinig waren sich die Herren beim Thema Torlinien-Technologie. Rapid-Trainer Schöttel würde die Einführung der Torlinien-Technologie im österreichischen Oberhaus grundsätzlich begrüßen, sofern dies wirtschaftlich machbar wäre. Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit Stöger, Heimo Pfeifenberger und Walter Kogler. Die übrigen Betreuer stehen der Neuerung hingegen indifferent bis ablehnend gegenüber. "Ich halte nicht viel davon, weil ich glaube, dass Schiedsrichter-Fehler einfach passieren müssen", meinte etwa WAC-Coach Nenad Bjelica.
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