Viele Sex-Sklavinnen
Ex-IS-Chef soll „besessen von Frauen“ gewesen sein
Der ehemalige Anführer der Terrororganisation „Islamischer Staat“, Abu Bakr al-Baghdadi, und weitere IS-Anführer waren nach Aussagen einer seiner Ehefrauen „von Frauen besessen“. Das „Kalifat“ sei in einen Staat für Frauen umgewandelt worden, sagte Asma Mohammed, die erste Gattin des Ex-Anführers, in einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender Al-Hadath am Donnerstagabend.
Al-Baghdadi und seine Organisation seien von einer Lüsternheit geleitet worden, „die über die Grenzen der Menschlichkeit hinausgingen“. Al-Baghdadi habe mehr als zehn jesidische Frauen als Sklavinnen gehalten.
Jüngste Braut war erst 13 Jahre alt
Er habe auch ein erst 13 Jahre altes Mädchen aus dem Irak geheiratet. Der ehemalige IS-Chef habe Töchter im gleichen Alter gehabt. Ausländische Frauen sollen außerdem eine wichtige Rolle bei der Anwerbung von Kämpfern gespielt haben, so Mohammed.
Auch US-Amerikanerin unter Sklaven
Ihren Aussagen zufolge soll auch die US-amerikanische Entwicklungshelferin Kayla Mueller eine von Al-Baghdadis Sklavinnen gewesen sein. Mueller wurde 2013 vom IS entführt und starb in Gefangenschaft. Mohammed sagte weiter, sie habe ihren Ehemann für dessen Umgang mit den Frauen und die Haltung von Sklavinnen kritisiert.
Baghdadi im Jahr 2019 in Syrien getötet
Im Sommer 2014 hatte Al-Baghdadi als Anführer des IS in weiten Gebieten im Irak und im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien ein „Kalifat“ ausgerufen. Über Jahre hinweg kontrollierte die Terrororganisation die Gebiete. Im August 2014 überfiel der IS die Region Sindshar im Irak und nahm Tausende jesidische Frauen gefangen, um sie zu Sex-Sklavinnen für die Dschihadisten zu machen. Mittlerweile haben die Extremisten ihr Herrschaftsgebiet wieder verloren. IS-Zellen sind aber in beiden Ländern weiter aktiv. Al-Baghdadi wurde im Herbst 2019 in Syrien getötet. Asma Mohammed war seit 1999 mit Al-Baghdadi verheiratet. Sie sitzt derzeit im Irak im Gefängnis.







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