Der 25-jährige Djokovic verpasste hingegen seinen ersten Erfolg in Paris und damit auch die Vollendung seines persönlichen Grand-Slams 2011/12. Er hatte zuvor in Wimbledon und bei den US Open (jeweils 2011) sowie bei den heurigen Australian Open die Titel geholt.
Nadal drehte den Spieß um
Nadal war bei der Unterbrechung am Sonntag im vierten Satz mit einem Break 1:2 zurückgelegen, nachdem er zuvor acht Spiele in Serie verloren hatte. Doch am Montagnachmittag war er der bestimmende Spieler auf dem Platz. Er nahm seinem Gegner gleich das Service ab und hatte bei eigenem Aufschlag weniger Probleme als Djokovic. Dennoch schien der vierte Satz ins Tiebreak zu gehen, denn Djokovic führte bei 5:6 mit 30:15. Doch die nächsten drei Punkte gingen an Nadal, der beim ersten Matchball gar nicht mehr einzugreifen brauchte - der zweite Aufschlag des Belgraders geriet zu lang.
"Dass ich Rekordsieger bin, ist eine große Ehre, das Wichtigste ist aber der Sieg. Es ist immer etwas Spezielles für mich, diese Trophäe zu gewinnen, das werde ich nie vergessen", sagte der aus Mallorca stammende Nadal. Er hält in Paris bei 52:1 Siegen, die einzige Niederlage hatte er im Achtelfinale 2009 gegen den Schweden Robin Söderling kassiert.
Djokovic gratuliert seinem Bezwinger
Nadal hatte zwar in den jüngsten drei Grand-Slam-Finali gegen Djokovic verloren, doch auf dem rotem Sand in Roland Garros war er sich seines Vorteils (seit 2005 nur neun Niederlagen in 236 Matches) bewusst. Nach Zweisatzsiegen heuer bei den Masters-1000-Turnieren in Monte Carlo und Rom erhöhte Nadal in den Duellen mit der aktuellen Nummer 1 nun auf 19:14, Djokovic musste die Überlegenheit seines Widersachers an diesem verlängerten Wochenende anerkennen. "Ich gratuliere 'Rafa' zu seinem nächsten Titel. Er ist ein großartiger Spieler mit einem tollen Team. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr zurückkomme und noch besser spiele."
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