Die geklärte Raubserie begann am 11. April in der Wiener Straße in Linz. Im selben Monat suchten die Täter noch zwei Tankstellen in der Nähe heim - eine innerhalb von acht Tagen sogar zweimal. Im Mai wurde dann eine weitere in Traun überfallen. Die Polizei intensivierte in dieser Zeit ihre Überwachungsmaßnahmen im Großraum Linz, was offenbar auch die Täter bemerkten und deshalb nach Wien auswichen.
Ausforschung durch Hinweis aus Bevölkerung
In der Landeshauptstadt scheiterten zwei Überfälle auf Tankstellen am 14. in Favoriten und am 26. Mai in Meidling, bis die Täter am 28. Mai in Favoriten schließlich wieder erfolgreich waren. Auf ihr Konto sollen auch ein Raubüberfall sowie eine Drohung gegen Passanten Anfang Mai in Linz-Auwiesen gehen.
Die Täter verübten die Straftaten meist unbewaffnet - in wenigen Fällen hatten sie aber auch Messer und eine Gaspistole bei sich -, zudem wurden die Überfälle stets in wechselnder personeller Zusammensetzung begangen.
Die Ausforschung der Verdächtigen gelang schließlich durch einen Hinweis aus der Bevölkerung, der letzte von ihnen wurde am Dienstag in die Justizanstalt Linz eingeliefert. Die Polizei geht davon aus, damit alle Bandenmitglieder gefasst zu haben.
Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren drohen
Die Männer sind zum Teil geständig und gaben als Motiv für ihre Taten Geldmangel an. Zudem sollen sie bereits weitere Überfälle geplant haben. Die mutmaßlichen Täter sind teilweise einschlägig vorbestraft. Im Fall einer Verurteilung wegen schweren Raubes drohen ihnen Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren.
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