Der Bund ändert jetzt das Luftfahrtgesetz, damit ist die leidige Grazer Notarzthelikopter-Posse Geschichte. Zur Erinnerung: Ein Uralt-Gesetz verhinderte die Landung von Notarzthelikoptern am Areal des Flughafens Graz, wo sich der Christophorus-Stützpunkt des Öamtc befindet.
Nach den ersten „Krone“-Storys im Sommer 2022 schlugen sich viele Steirer - und auch die Landespolitik - an den Kopf: Ein Uralt-Gesetz verhinderte die Landung von Notarzthelikoptern am Areal des Flughafens Graz, wo sich der Christophorus-Stützpunkt des Öamtc befindet. Begründung: Der Tower ist ab 23.30 Uhr nicht mehr besetzt. Kürzlich berichteten wir über eine weitere Posse: Die Flugsicherung behandelt den Rettungshubschrauber C 12 in Graz neuerdings wie einen Sportflieger. Bei Schlechtwetter muss er am Boden blieben, auch wenn der Pilot etwa bis zur Koralpe freie Sicht hat.
Endlich Lösung nach Monaten der Blockade
Nach Monaten der Blockade in Wien - ÖVP-Landeshauptmann Christopher Drexler machte der grünen Verkehrsministerin Leonore Gewessler mehrfach ordentlich Wind - gibt es nun endlich eine Lösung: ÖVP und Grüne werden im Nationalrat das Luftfahrtgesetz ändern. Das Nachtlandeverbot ist damit (voraussichtlich ab Mitte April) Geschichte! Und das Nein zum Abheben bei schlechter Sicht ebenso.
Vor wenigen Tagen hatte es in dieser Causa bekanntlich einen Krisengipfel mit dem Klimaschutzministerium, den Rettungsorganisationen und der Austro Control gegeben.
„Es war höchst an der Zeit, dass diese groteske bundesgesetzliche Bestimmung geändert wird. Nun werden unsere Notarzthubschrauber zu jeder Tages- und Nachtzeit landen und auftanken können“, jubelt Drexler. „Mit dieser Novelle dürfen unsere Rettungshubschrauber auch fliegen, wenn sie fliegen können. Sie bekommen quasi ein Blaulicht“, stimmt Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl in den Applaus ein.
„Gut, dass hier endlich eine erste Lösung gefunden wurde. Das hätten wir auch schneller haben können, denn die entsprechende Novelle des Luftfahrtgesetzes lag seit September bei der ÖVP zur Abstimmung“, ärgert sich Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.