Sexistische Sprüche

Zweiter Akt im burgenländischen Lehrerskandal

Burgenland
20.01.2024 18:00

Jener Pädagoge mit pädophilen Neigungen, der in Wien wegen anzüglicher SMS an eine 13-jährige Schülerin suspendiert wurde und nun unbehelligt im Burgenland unterrichten darf, fällt weiter mit sexistischen Sprüchen aus der Rolle. Die Politik hat Abhilfe zugesagt, der Bildungsdirektion scheinen die Hände gebunden.

Der „Krone“-Bericht über jenen Pädagogen mit pädophilen Neigungen, der in Wien nachweislich Sex-SMS an eine 13-Jährige geschrieben hat, suspendiert wurde und nun im Burgenland unbehelligt 10- bis 14-jährige Kinder unterrichten darf, wirbelte mächtig Staub auf. Besorgte Eltern appellierten an die Politik und die Bildungseinrichtungen, etwas gegen diesen Mann zu unternehmen. Wie kann es möglich sein, dass eine Bildungsdirektion aufgrund des Datenschutzes eine solch dienstliche Verfehlung nicht bundesländerübergreifend an eine andere melden darf?, wurde gefragt.

Strafregisterauszug ist leer
Seitens der Bildungsdirektion Burgenland heißt es: „Lehrpersonen werden nach Überprüfung des Strafregisterauszugs ausschließlich bei Unbescholtenheit angestellt.“ Im konkreten Fall seien keine Anschuldigungen, Beschwerden oder Verfahren bekannt.

Tatsächlich liegt keine strafrechtliche Verurteilung vor, aber ... dazu später.

Parlamentarische Anfrage an den Bildungsminister
Bildungslandesrätin Daniela Winkler (SPÖ), der die Hände gebunden sind, was die Mitsprache in den Bildungsdirektionen betrifft, hat zugesagt, dass sie das Thema bei der nächsten Bildungslandesreferenten-Konferenz in Oberösterreich aufs Tapet bringen wird. FPÖ-Landesparteiobmann-Stellvertreter Christian Ries hat eine parlamentarische Anfrage an Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) eingebracht, „um dieses skandalöse Versagen der verantwortlichen Stellen aufzuklären“. Denn: „Derartige Fehlleistungen der Schulverwaltung müssen rasch abgestellt werden.“

Höschen und kurze Röcke
Nun meldete sich ein Kollege des besagten Lehrers zu Wort, dem „Vernadern fern liegt“ – ihm gehe es ausschließlich ums Wohl und die Sicherheit der den Lehrern anvertrauten Kinder und Jugendlichen. „Wir haben erst in den Medien von diesem Fall erfahren, wurden stutzig und erlangten schließlich Gewissheit, dass es sich um ihn handelt.“ Man sei hellhörig geworden. „Eine 13-jährige Schülerin hat er gefragt, ob sie denn ein Höschen trage“, berichtet der Kollege. „Zu einer anderen sagte er: „Wie kurz kann ein Rock werden, dass er noch nicht Gürtel heißt?“

Eines der Mädchen habe geweint.

„Ich habe mein Leben lang Menschen geschützt. Aber so etwas tut man einfach nicht“, so der Kollege.

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