„Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Es war doch schon ziemlich gefährlich“, sprach Manuel Fettner Klartext. Nach der Absage im polnischen Szczyrk muss Österreichs Superadler Stefan Kraft auf den 109. Stockerlplatz warten.
Gut is gangen, nix is g‘schehn. Das ist das Fazit nach dem Abbruch des allerersten Weltcup-Skispringens im polnischen Szczyrk. Denn der Sturz von Andrea Campregher ging glimpflich aus. Der Italiener hatte plötzlich unglaublichen Aufwind, konnte den Monstersprung aber nicht stehen.
Auf der windanfälligen Normalschanze hätte gestern aufgrund starker und wechselnder Böen erst gar kein Wettkampf gestartet werden sollen. Nach knapp 100 Minuten hatte auch FIS-Renndirektor Sandro Pertile genug von den unzähligen Unterbrechungen, er brach nach 40 von 50 Springern die Farce im polnischen Skiort ab: „Es ist immer schwer, einen Wettkampf abzusagen. Die Bedingungen wurden aber schlechter und schlechter.“
Für Österreichs Springer ein überfälliger Schritt. „Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Es war doch schon ziemlich gefährlich. Es hätte schon nach dem Italiener abgesagt werden müssen“, sagte Kult-Adler Manuel Fettner. Triple-Weltmeister Stefan Kraft nickte: „Die Absage passt gut, hätte man vielleicht sogar früher machen können. Der Wind war fast nie in einem sprungbaren Bereich. Die Sicherheit war nicht mehr da.“
Gleichauf mit Ahonen
Eventuell wird der Wettkampf schon am Freitag in Zakopane nachgeholt. „Mir würde das voll taugen“, meinte Kraft. Der Salzburger gewann auf der Wielka Krokiew-Schanze schon zwei Springen. Der 30-jährige Salzburger geht in seiner Bilderbuch-Karriere auf den nächsten Rekord los. Seit dem zweiten Platz am Sonntag in Wisla stand Kraft wie der Finne Janne Ahonen 108-mal auf Weltcup-Siegespodesten: „Es wäre ein Wahnsinn, der beste Skispringer vor meinem großen Idol zu sein.“
Der Weltcup-Spitzenreiter könnte in der jetzigen Topform noch weitere Bestleistungen schaffen. Auf seinen persönlichen Rekord an Podestplätzen innerhalb einer Saison fehlen Kraft noch sieben, auf seine Bestleistung an Saisonsiegen (acht Siege 2016/17) fehlen ihm nur noch zwei.
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