Herren-Cheftrainer Marko Pfeifer leidet mit verletztem Schwarz mit Leistungen des Teams stimmen ihn positiv Abfahrt als große Baustelle
Frage: Marko, die schwere Verletzung von Marco Schwarz ist für Ski-Österreich ein Schock - wie geht es dem Cheftrainer damit?
Marko Pfeifer: Da brauchen wir nicht lange herum reden, das ist ein brutaler Verlust für das ganze Team. Vor allem für ihn persönlich tut es mir wahnsinnig leid - er war richtig gut drauf. Ich habe schon mit ihm telefoniert, er macht einen gefassten Eindruck und wird alles tun, um stärker zurückzukommen. Ich bin mir auch sicher, dass ihm das gelingen wird. So bitter es ist, Verletzungen gehören leider zu unserem Sport dazu. Das weiß auch Marco, für ihn ist es ja auch nicht die erste
Besonders bitter, weil er Marco Odermatt heuer Paroli hätte bieten können?
Für eine Verletzung gibt es keinen guten Zeitpunkt. Aber jetzt tut sie nicht nur ihm und uns weh, sondern ist für den gesamten Skisport ein Riesenverlust. Um dieses Duell zwischen den beiden Marcos ist ein kleiner Hype entstanden, der dem ganzen Sport gut getan hat. Und wonach vor allem die österreichischen Ski-Fans in den letzten Jahren gelechzt haben. Jetzt wird es in Sachen Gesamtweltcup wieder eine One-Man-Show.
Aber nicht nur Schwarz hat in der bisherigen Saison positive Ergebnisse geliefert ...
Richtig, wir fahren als gesamtes Team eine starke Saison. Drei Siegläufer und sechs Podestfahrer in zehn Rennen sprechen eine klare Sprache - das zeigt, dass wir breiter aufgestellt sind, das war ein großes Ziel von uns. Die Schweiz hat mit Odermatt erst einen Podestläufer, das selbe gilt für Norwegen mit Kilde. Wiewohl es auch für uns Baustellen gibt, die wir beheben müssen.
Die Abfahrt?
Unter anderem, ja - die war bislang nicht zufriedenstellend. Speziell Gröden war nicht gut, das habe ich auch klar angesprochen. Bei Vinc Kriechmayr geht mehr, auch Daniel Hemetsberger wurde in der Abfahrt bisher unter Wert geschlagen - im Super-G haben beide gezeigt, dass der Speed für ganz vorne absolut da ist. Dahinter schaut es in der Abfahrt leider dünn aus. Ausrufezeichen wie von Babinsky in Gröden oder von Haaser in Bormio gilt es, regelmäßiger zu liefern.
Wie feierst du Silvester und was wünscht du dir für das bevorstehende Jahr 2024?
Ich bin daheim mit der Familie, esse Raclette, genieße die Zeit - es ist wichtig, die Kräfte aufzuladen, bevor der intensive Jänner wartet. Beruflich wünsche ich, dass meine Athleten gesund bleiben. Auch privat steht Gesundheit meiner Liebsten über allem, alles andere kann man sich selber erfüllen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.