Lukas Weißhaidinger und Victoria Hudson sind Österreichs „Leichtathleten des Jahres 2023“. Die beiden Werfer setzten sich bei der vom ÖLV durchgeführten Wahl durch, bei der User und Experten (wie Funktionäre und Journalisten) zu je 50 Prozent stimmberechtigt waren. Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger gewann diese Abstimmung bereits zum neunten Mal in Folge, Speerwerferin Victoria Hudson erstmals.
Weißhaidinger erfüllte sich heuer seinen Traum vom ersten 70-m-Wurf und belegte bei der WM in Budapest den siebenten Platz. Der 31-Jährige war mit seinen 70,68 m von Schwechat sowohl in der Europa- als auch in der Weltrangliste zum Jahresende 2023 Vierter. „Der neunte Sieg in Serie, ich fühle mich sehr geehrt, bin sehr stolz. Das ist echt ein Hammer“, meinte Weißhaidinger, der sich allerdings nur hauchdünn vor Sprint-Ass Markus Fuchs durchsetzte (mit 54,22 zu 53,81 Punkten). Markus Fuchs hatte bei der Hallen-EM in Istanbul den sensationellen siebenten Platz belegt. In Eisenstadt verbesserte er zudem seinen eigenen 100-m-Rekord auf grandiose 10,08 Sekunden, konnte aber bei der WM als 46. nicht mehr an diese Klasse herankommen. Markus Fuchs erhielt bei der Wahl von der Öffentlichkeit große Unterstützung. Ein paar Stimmen mehr - und er hätte sogar Lukas Weißhaidinger hinter sich gelassen.
Bauernfeind auf Platz drei
Etwas überraschend landete Mario Bauernfeind, der eine sehr starke Unterstützung von den Usern erhalten hatte, auf dem dritten Platz. Damit wurde seine großartige persönliche Bestzeit von 2:12:49, aufgestellt als Elfter beim Frankfurt-Marathon, gebührend gewürdigt. Bauernfeind war damit heuer schnellster Österreicher im Marathonlauf. So rangierte er vor Raphael Pallitsch, der mit einer sensationellen persönlichen 1500-m-Bestzeit von 3:36,47 Minuten bei der WM (Platz 35) für Aufsehen gesorgt hatte.
Gogl-Walli Zweite vor Mayer
Victoria Hudson war 2023 Österreichs Leichtathletik-Sensation schlechthin. Bei der WM bewegte sie sich sogar als Fünfte in Medaillennähe. In der Diamond League qualifizierte sie sich in Brüssel sogar noch fürs Finale in Eugene, wo sie den sechsten Platz belegte. Hinter Victoria Hudson belegte Susanne Gogl-Walli, die im Vorjahr diese Wahl gewonnen hatte, den zweiten Platz. Die Linzerin zeigte das ganze Jahr über einmal mehr konstant sehr starke Leistungen. Bei der Hallen-EM verbesserte sie über 400 m den Uralt-Rekord von Karoline Käfer auf 51,73 und wurde dort großartige Vierte. Im Freien steigerte sie ihre Bestzeit auf 50,87 und belegte bei der WM den 18. Platz.
Nachwuchs: Diessl und Kreiner
Österreichs Leichtathletik-Nachwuchs hatte heuer auf breiter Front für Furore gesorgt. Athlet bzw. Athletin des Jahres wurden hier Enzo Diessl und Sophie Kreiner. Diessl wurde in Jerusalem über 110 m Hürden U20-Europameister und gewann die Wahl vor Kevin Kamenschak, der in Jerusalem Silber über 1500 m und Bronze über 5000 m gewann, sowie Matthias Lasch, der bei der U20-EM Zehnkampf-Silber eroberte. Sophie Kreiner setzte sich bei der Abstimmung als Siebenkampf-Dritte von Jerusalem durch.
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