Jährlich steigt die Zahl der Formel-1-Fans - auch dank der Netflix-Serie „Drive to Survive“, die Blicke hinter die Kulissen gewährt. Ex-Pilot Nico Rosberg meint indes, froh zu sein, dem Format entkommen zu sein.
„Drive to Survive wäre für mich ein Desaster gewesen, zum Glück gab es diese Sendung zu meiner Zeit noch nicht“, erklärte der Weltmeister von 2016 gegenüber dem Londoner Finanzportal „City A.M.“. Der ganze Rummel hätte bloß seine Konzentration auf den WM-Kampf beeinträchtigt.
Den Kameras aus dem Weg gegangen
Mit dieser Sichtweise ist der Deutsche keineswegs alleine, 2021 etwa hatte Max Verstappen den Kontakt mit den Kameras vermieden, um sich nicht ablenken zu lassen. Mit Erfolg: Der Niederländer hatte sich in Abu Dhabi erstmals zum Weltmeister krönen können.
Aus Marketing-Sicht sei die Serie hingegen durchaus wertvoll, so Rosberg weiter. „Was die Formel 1 mit Netflix so gut macht: im Grunde handelt es sich um eine Reality-TV-Show, die in der Formel 1 angesiedelt ist. Sie haben das große Glück, Charaktere wie etwa Haas-Teamchef Günther Steiner an Bord zu haben, die einfach sie selbst sind.“ Als Geheimnis für den Erfolg der Motorsport-Königsklasse sieht Rosberg das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. „Netflix hat phänomenale Dienste geleistet, aber der Boom entsteht auch durch eine frische Generation von Fans, die den Sport anders sieht und genießt.“
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