Tierrettung in Gefahr

Notruf für Tiere: Veterinäre schlagen Alarm

Kärnten
12.12.2023 20:00

Die Tiere sind die besten Freunde der Menschen. Geht es um tierärztlichen Notdienst, wird die Hilfe jedoch immer geringer. Die Tierärzte in Kärnten haben deswegen Alarm geschlagen. Das Land Kärnten steht unter Druck, denn nur für Klagenfurt wird der Notdienst bezahlt. 5257 Kärntner haben die Tier-Petition für einen flächendeckenden Notdienst unterschrieben.

Ein Haustier ist nicht einfach nur ein Tier. Es ist ein Begleiter durch Dick und Dünn, der beste Freund, ja sogar ein Teil der Familie. Geht es um deren ärztliche Betreuung, müssen sich viele Tierfreunde in Kärnten allerdings Sorgen machen.  Weil der tierärztliche Notdienst praktisch brach liegt, wurde eine landesweite Initiative gestartet, die von insgesamt 5257 Tierhaltern unterstützt wird. Diese Petition wurde am Dienstag präsentiert. „Das Pilotprojekt für eine Notversorgung am Wochenende und in den Nachtstunden hat es in Kärnten leider nur fünf Monate gegeben. Es war nur ein Wahlzuckerl und wurde schnell wieder abgedreht“, klagt Tierärztekammerpräsident Franz Schantl.

Pro Woche müssten derzeit zwei verletzte Tiere wegen fehlender Versorgung sterben. Daher sei es höchste Zeit Nägel mit Köpfen zu machen, meint der Veterinär. Er verweist auf ein Projekt in Klagenfurt, wo sich Stadt und Land darauf geeinigt haben, 70.000 Euro für die Notversorgung bereitzustellen, zumindest einmal für ein Jahr. Ab Jänner soll der Betrieb anlaufen. „Vielleicht wären auch noch Villach oder Spittal finanzierbar“, meint Schantl. „Die Tierärzte geben ihr Bestes. Mittlerweile üben übrigens 86 Prozent  Frauen diesen Beruf aus.“

Schwierige Fälle, die eine Versorgung in einer Klinik benötigen, könnten derzeit in Kärnten nicht behandelt werden, warnt die Tierärztin Evelin Pekarek: „Da bleibt nur die Möglichkeit, mit dem Tier nach Graz oder Slowenien zu fahren.“ Große Probleme sieht man auch auf die Tierrettung zukommen. TiKo-Präsidentin Tara Geltner: „Wir haben jährlich 800 Einsätze und 3500 Anrufe. Das Land zahlt dafür keinen Euro Förderung. Vielleicht muss das Projekt 2024 überhaupt eingestellt werden.“

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