Doch keine Schließung?

Rettungsanker für Haus am Kellerplatz gefunden

Burgenland
09.12.2023 19:00

Eigentlich schien das Ende des Hauses am Kellerplatz besiegelt zu sein, doch in letzter Sekunde mischt die Purbacher Ortsvereinigung mit und möchte die Vinothek übernehmen.

Mit der Eröffnung der „Tourismusinformation“ und der Leithaberg-Vinothek „Haus amKellerplatz“ 2012 wollte man das Thema Wein in der Region stärker positionieren. Seitdem werden nicht nur Weine von Winzern aus Purbach zum Verkauf angeboten, sondern auch edle Tropfen aus dem gesamten Gebiet Leithaberg.

Vinothek brachte Minus von 1,2 Millionen Euro
Zu Beginn schien das Konzept erfolgversprechend, doch in den vergangenen fünf Jahren schrieb das „Haus am Kellerplatz“ kontinuierlich rote Zahlen. Der SPÖ-Bürgermeister, der das jährliche Minus ausgleichen musste, spricht sogar von einem Verlust in Höhe von 1,2 Millionen Euro. „Die Gemeinde kann und will sich das nicht mehr leisten“, so Ortschef Harald Neumayer. Daraufhin entbrannte ein erbitterter Zwist zwischen SPÖ, ÖVP und den Winzern.

Gemeinde verkündete Schließung mit Jahresende
Die Lager sind nach wie vor gespalten, der andauernde Streit ist für alle Parteien kräftezehrend. Deswegen war sogar ein Hauch von Erleichterung zu spüren, als endlich eine Entscheidung getroffen wurde. Nach zahlreichen Verhandlungen haute die Gemeinde den Deckel drauf und verkündete mit Jahresende die Schließung der Vinothek. Alle Mitarbeiter wurde übrigens bereits gekündigt.

Purbacher Ortsvereinigung möchte Vinothek übernehmen
Doch nun mischt sich die „Purbacher Ortsvereinigung für Dorferhaltung, Kunst und Kultur“ ein und räumt das Feld von hinten auf. Der Verein machte der Gemeinde ein Angebot zur Übernahme. Bürgermeister Neumayer: „Die Verhandlungen beginnen bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 18. Dezember. Wir sind natürlich offen dafür und hoffen auf ein zufriedenstellendes Ergebnis für alle.“

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Wir wollen keinesfalls die Schließung der Vinothek! Für die Bevölkerung und nicht zuletzt für den Tourismus möchten wir dieses traditionelle Haus am Leben erhalten.

Maria Egermann, Obfrau der Ortvereinigung Purbach

Vizebürgermeister Martin Horak (ÖVP), der die stellvertretende Führungsposition des Vereins inne hat, freut sich über die Wendung: „Für den Tourismus in Purbach und die gesamte Region würde die endgültige Schließung eine große Lücke hinterlassen. Daher hoffe ich, dass wir die Vinothek nun doch mit vereinten Kräften retten können.“

Entgültige Entscheidung soll in Kürze fallen
Maria Egermann, die Obfrau der Ortsvereinigung, unterstreicht die Wichtigkeit der Lokalität: „Ein zuverlässiger Projektpartner der gesamten Region Nordburgenland ginge mit der Schließung verloren.“ Ob sich das Ruder so kurz vor dem Ende noch herumreißen lässt, wird sich in einer Woche zeigen.

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