Der jüngste Schneefall in Österreich sorgt bei WKÖ-Tourismus-Obmann Robert Seeber für Optimismus. Weihnachten und Silvester seien bereits gut gebucht (siehe Video oben), sagte er am Donnerstag. Ein Wermutstropfen ist jedoch die Personalsituation: „Eigentlich alle“ Betriebe würden nach Mitarbeitenden suchen.
Der Stellenmonitor des Wirtschaftsbundes zeigt für November 21.551 offene Stellen in den Bereichen Tourismus, Gastgewerbe und Freizeit an. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten im Oktober um 1,8 Prozent auf 202.424 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Laut Kammer ist der steigende Bedarf an Arbeitskräften bereits für 70 Prozent der Unternehmen eine große Herausforderung. Für kommendes Jahr fordert der Obmann der Sparte daher wieder eine steuer- und abgabenfreie Teuerungsprämie, verstärkte Einsatzmöglichkeiten für Asylwerberinnen und Asylwerber sowie 6000 Saisonarbeitsplätze. Derzeit kann dieses Kontingent um 50 Prozent überschritten werden.
„Leiden an Giftcocktail“
Eine weitere Herausforderung für den Tourismus sind laut Seeber die hohen Energiekosten. „Es ist ein bisschen ein Giftcocktail, an dem unsere Branche ein bisschen leidet“, sagte der Linzer Gastronom. Dennoch prognostizierte er „einen Wintertourismus, der unsere Branche zufriedenstellt.“ Weihnachten und Silvester seien bereits gut gebucht. „Wenn noch dazu Schnee liegt, wächst die Lust auf Winterurlaub in Österreich umso mehr.“
Alternativen für Nicht-Skifahrer
Laut ihm seien die heimischen Betriebe aber gefordert, auch für Nicht-Skifahrerinnen und -skifahrer Alternativen anzubieten. 40 Prozent der Urlauberinnen und Urlauber im Winter würden nur als Begleitperson mitfahren. „Wer sich nicht darauf einstellt, wird schlechte Karten haben.“ Generell meint er, dass „Österreich für jedes Geldbörsel etwas bietet.“
Dass Skifahren nur mehr für wenige Österreicherinnen und Österreicher leistbar ist, denkt er nicht. Tatsächlich ist Skifahren in diesem Winter wieder teurer geworden. Die Preise für Liftkarten wurden durchschnittlich um sieben bis zehn Prozent erhöht, in Einzelfällen um zwölf Prozent. In der Hochsaison kostet eine Tageskarte in so gut wie allen großen Skigebieten mehr als 70 Euro.
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