Nach dem „Krone“-Bericht über die besonders frostige Nacht und erschreckende Zustände in einem Wohnbau mit abgedrehter Heizung macht nun die Stadtverwaltung Druck, um die frierenden Mieter von ihren Heizstrahlern zu „erlösen“. Und auch die NÖ Mietervereinigung hat ein Schreiben mit Forderungen an den Hausbesitzer ausgeschickt.
Angeheizt hat der „Krone“-Bericht über den (Kälte-)Wohnblock in Laa an der Thaya die Situation für die Bewohner. Diese müssen, wie berichtet, nach dem Heizungsausfall seit Wochen nun mit Heizstrahlern auskommen. Sozialstadtrat Christian Nikodym ist mit den Betroffenen schon länger in Kontakt und bemühte sich bereits um Lösungen - was mit dem mittlerweile kaum erreichbaren Wohnungsinhaber kein leichtes Unterfangen war.
Jetzt mischt die Stadtgemeinde mit
Obwohl die Gemeinde für Privatbauten eigentlich gar nicht zuständig ist, wurde – nach der Frostnacht mit minus 15 Grad Celsius – die Angelegenheit zur Chefinnen-Sache erklärt: „Ich habe nun eine Frist von einer Woche für die Reparatur der zentralen Heizung gesetzt“, stellte Bürgermeisterin Brigitte Ribisch dem Wiener Hausbesitzer, der mit einer ebenfalls in der Bundeshauptstadt ansässigen Sanierungsfirma im finanziellen Clinch liegt, nun die Rute ins Fenster.
„Es sind unhaltbare Zustände. Vor allem das Problem mit der Wiener Heizungsbaufirma gehört schnellstens gelöst“, so die Stadtchefin. „Wir sind maßlos enttäuscht über die lange Renovierungszeit. Dabei haben wir einst extra noch zusätzliche Balkone genehmigt, um den Mietern eine höhere Lebensqualität bieten zu können.“
Frust über ungeklärte Zahlungen bleibt
Und siehe da: Es tut sich auch wieder was in dem Bau. Zwei Arbeiter haben Splitt auf den festgetretenen Schnee gestreut und somit den fehlenden „Winterdienst“ in Kürze erledigt. Sonst renovieren sie im Duo, wie Bewohner berichten, die noch leer stehende Wohnungen.
Diese müssen wegen Frostgefahr ebenfalls auf Temperatur gehalten werden – ein weiterer Kritikpunkt: Die Bewohner konnten nicht eruieren, ob sie dies mit dem Heizkostenanteil bislang mitbezahlt haben oder sogar immer noch auf die Abrechnung addiert bekommen. Denn, so hat man bemerkt, seien während der Hauptrenovierungszeit zahlreiche leer stehende Sanierungswohnungen in der kalten Jahreszeit auch mit der (noch funktionierenden) Anlage beheizt worden. Das war vor allem im Vorjahr der Fall, erzählt eine Langzeitmieterin: „Damals hatten wir lediglich neun Parteien gezählt, die in der ganzen Anlage eine Wohnung nutzten.“
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