Die ersten sieben Adeg-Märkte sind im Bezirk Wolfsbrg auf Nah&Frisch umgerüstet, drei weitere folgen noch. Wer einen betreiben und Kaufmann werden will, kann sich melden.
Rund 70 Jahre lang hat Adeg Wolfsberg von St. Andrä aus 26 Standorte im Bezirk Wolfsberg beliefert. „Wir waren die letzte selbstständige Genossenschaft dieser Art in ganz Österreich, aber dieses Konzept des Zwischenhandels war nicht mehr zeitgemäß“, begründet Geschäftsführer Arno Riedl den Rückzug und die Suche nach einer Lösung.
Man entschied sich, die UNI Gruppe Adeg als Nah&Frisch-Märkte führen zu lassen. Die Oberösterreicher beliefern 220 Geschäfte in Österreich „und zwar meistens dort, wo die Großen nicht mehr hingehen“, sagt Vertriebsleiter Christian Fraß stolz. Im Lavanttal sind es vorerst die Standorte Lavamünd, Maria Rojach, St. Stefan, Mittlern, Tainach, seit der gestrigen Eröffnung St. Michael und Ruden, bis 7. Dezember folgen Wolfsberg/Gries, St. Gertraud und St. Margarethen.
Ohne Nahversorger wäre es in einem Ort wirklich trostlos, die fünf Tage während des Umbaues haben sich schon merkwürdig angefühlt
Wolfgang Stefitz, Bürgermeister Mittlern
Alle Märkte bieten auch eine Hybridlösung. Kunden können das Geschäft auch außerhalb der Öffnungszeiten mit der Bankomatkarte betreten, die Waren selber einscannen. Außer Frischfleisch und Alkohol kann alles bis 21 Uhr und auch am Sonntag eingekauft werden. Eine Lösung, die auch die Bürgermeister der Gemeinden, in denen es sonst keine Einkaufsmöglichkeit mehr gegeben hätte, freut. „Ohne so ein Geschäft in der Gemeinde hat man ein wirkliches Problem“, weiß Hermann Srienz, Bürgermeister von St Michael.
Kaufmann werden
Gesucht werden überall noch Betreiber, die selbstständige Kaufleute werden wollen. Erste Ansprechpartner sind die Adeg-Mitarbeiter, Vereine, Genossenschaften aber auch Quereinsteiger können sich bei Uni oder bei den Gemeinden bewerben.
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