Landesvize Stephan Pernkopf fordert Jäger nun auf, die Scheu vor den Abschüssen abzulegen. Und das kurz nachdem das Thema in Oberösterreich und dort an der Grenze zu Niederösterreich hochkocht. Was der Leiter des Instituts für Wildbiologie an der BOKU-Wien dazu sagt.
In Oberösterreich wurden Problemwölfe bereits geschossen. Nun hinterließ ein fünfköpfiges Rudel in einem kleinen Ort bei Weitersfelden an der Grenze zu Niederösterreich Spuren im Schnee, was dort Unruhe auslöst.
Zum Schutz der Menschen und zur Abwendung von Schäden fordert Landesvize Stephan Pernkopf nun auf, den Stufenplan, wann ein Wolf geschossen werden darf, strikter umzusetzen. Bescheide der Behörde seien in Niederösterreich nicht nötig.
Muss nicht gleicher Wolf sein
„Problemwölfe müssen abgeschreckt werden“, betont der Landesvize. Selbst wenn es nicht immer derselbe Wolf sein sollte, der sich in kurzer Zeit einer Siedlung nähert: Der Abschuss signalisiere intelligenten Artgenossen die Gefahr, sich Menschen anzunähern.
Wolfsabschüsse sind in Niederösterreich möglich und erlaubt. Man braucht dafür weder Bescheid noch sonstige Freigaben, wie in anderen Ländern.
Landesvize Stephan Pernkopf
„Es ist unabdingbar, unerwünschtes Verhalten zu unterbinden und Wölfe, welche die Scheu verloren haben, zu erlegen“, findet auch der Leiter des Wildbiologie-Instituts der BOKU-Wien, Klaus Hackländer klare Worte. Die NÖ-Verordnung unterstütze rasches und effizientes Eingreifen, um Schäden hintan zuhalten.
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