Landesliga begeistert

Vom Himmel in die Hölle – die Liga ist echt irre!

Steiermark
15.11.2023 10:00

Mit einem 5:3-Spektakel im Nachtrag zwischen Heiligenkreuz und Bruck verabschiedete sich am Dienstag auch die steirische Fußball-Landesliga in den Winterschlaf. Grund genug für die „Steirerkrone“, sich den Herbst etwas genauer anzusehen.

15 spannende und torreiche Runden boten die steirischen Landesligisten in diesem Herbst. Die vielen Fans kamen in jedem Fall auf ihre Kosten, denn die Liga ist spannend wie wohl noch nie. 

Winterkönig: „Wir haben nicht gut angefangen, aber das Ende war umso schöner“, lacht Obmann Robert Kröpfl. Denn seine Fehringer legten ja mit nur einem Punkt aus drei Partien los. Trotzdem kürte sich die Truppe von Trainer Rainer Pein am Freitag zum Herbstmeister. „Damit haben wir absolut nicht gerechnet, aber das Team hat sich selbst belohnt. Uns zeichnet die Kontinuität aus, wir haben immer nur vereinzelt an Schrauben gedreht“, betont Kröpfl. Über den möglichen Aufstieg machen sich die Fehringer (noch) keine Gedanken. „In den Wintermonaten wird sich der Vorstand zusammensetzen und alles besprechen. Unser Kader, der sehr stark ist, wird hoffentlich zusammen bleiben.“ Das bisher beste Resultat des Klubs war der Vizemeister-Titel im Vorjahr. Und wer weiß - vielleicht wird dieses vereinshistorische Ergebnis schneller getoppt als gedacht.

Verfolgerrennen: Ein dichtes Gedränge herrscht hinter Winterkönig Fehring - den Zweiten Wildon trennen gerade einmal zehn Punkte vom Abstiegsplatz. Mehr als die halbe Liga kann im Titelrennen noch ein Wörtchen mitreden, kämpft aber auf der anderen Seite gleichzeitig auch gegen den bitteren Gang in die Oberliga. Vom Himmel in die Hölle in wenigen Runden - diese Steirer-Liga ist einfach nur irre! Als gefährliche Verfolger im heißen Aufstiegskampf gelten vor allem die Wildoner, Lebring, Fürstenfeld, Kalsdorf oder auch kurioserweise die beiden Aufsteiger Tillmitsch und Eggendorf/Hartberg Amateure.

Abstiegskampf: Frauental wird im Frühjahr ordentlich zu kämpfen haben, die Liga zu halten. Doch die Weststeirer geben sich nicht kampflos geschlagen, haben sich Zweitligist Kapfenberg zum Vorbild genommen. „In der Vorsaison hat man bei ihnen gesehen, was möglich ist. Wir können auch von einem negativen in einen positiven Lauf kommen“, hofft Sportchef Patrick Oswald, der in den nächsten Tagen mit dem Trainerteam um Patrick Rieger die Situation genau analysieren wird. Was im Winter auf jeden Fall passieren wird: „Wir werden uns breiter aufstellen. Und zwei, drei qualitativ hochwertige Spieler verpflichten, um dann mit voller Intensität angreifen zu können!“

Treffsicherheit: Fürstenfelds Andi Glaser weiß mit seinen 35 Jahren genau, wo das Tor steht. Mit zehn Toren ist der Führende der ewigen Schützenliste (158 Treffer ) der zielsicherste Kicker der Liga. Doch Ziga Skoflek steht dem oststeirischen Urgestein um nichts nach - der Slowene traf für Heiligenkreuz ebenso zehnmal.

Fairplay: Sportlich läuft es für den Vorletzten Gnas bisher in der Saison nicht wirklich nach Wunsch. Aber die Truppe von Langzeit-Trainer Marko Kovacevic war im Herbst zumindest das fairste Team der Landesliga - kein einziger Spieler (!) der Süd-Oststeirer musste bisher vorzeitig unter die Dusche. Am anderen Ende dieser Statistik liegt Fürstenfeld.

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