Betrügerin aufgeflogen

Leben in der Schweiz, in Tirol Sozialgeld kassiert

Tirol
13.11.2023 10:40

Einmal mehr konnte in Tirol die polizeiliche Sondereinheit Sozialleistungsbetrug einen krassen Fall aufdecken. Eine 38-jährige Einheimische soll den Behörden verschwiegen haben, dass sie bei ihrem Freund in der Schweiz lebt und auch dort arbeitet. Währenddessen behielt sie ihren Wohnsitz in Tirol und bezog in Österreich jede Menge Sozialgeld. Der Schaden ist enorm.

Mindestsicherung, Arbeitslosengeld, Krankengeld, Familienbeihilfe: Seit Mitte des Vorjahres soll die 38-Jährige aus dem Bezirk Innsbruck-Land Sozialhilfe kassiert und den Staat abgezockt haben. „Die Frau wird beschuldigt, die zuständigen Behörden geschädigt zu haben, indem sie ihre tatsächlichen Wohn- und Lebensverhältnisse in der Schweiz verschwiegen hatte“, heißt es vonseiten der Ermittler.

Mit Freund in der Schweiz gelebt und gearbeitet
Im Zuge intensiver Ermittlungen konnte der Tirolerin nachgewiesen werden, dass sie mit einem Italiener eine Lebensgemeinschaft in der Schweiz pflegte. „Die Verdächtige lebte dort mit ihrem Lebensgefährten, ging einer Vollzeitbeschäftigung im Gastgewerbe nach und schöpfte parallel zu diesem Einkommen soziale Leistungen in Österreich ab“, so die Ermittler weiter.

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Den zuständigen Behörden ist ein Gesamtschaden in Höhe von mehr als 50.000 Euro entstanden.

Die Ermittler

Alles in allem soll die mutmaßliche Betrügerin Sozialgeld in Höhe von mehr als 50.000 Euro zu Unrecht bezogen haben. „Der Hauptwohnsitz im Bezirk Innsbruck-Land wurde lediglich zum Zweck des Bezuges der Sozialleistungen und die damit verbundenen Behördengänge genutzt.“

Die 38-Jährige wurde wegen Verdachts des schweren Betruges an die Innsbrucker Staatsanwaltschaft angezeigt.

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