Mo, 15. Oktober 2018

Keine Todesopfer

26.03.2012 11:07

Schweres Erdbeben erschüttert Zentralchile

Zentralchile ist am Sonntagabend von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der Erdstöße mit 7,1 an, der chilenische Katastrophenschutz ONEMI mit 6,4. Nach Angaben der chilenischen Behörden wurden insgesamt 14 Menschen verletzt, Meldungen über Todesopfer gab es nicht. Eine Tsunami-Gefahr wurde nach einem ersten Alarm ausgeschlossen. Dennoch sind 25.000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht worden.

Das Epizentrum des Bebens habe in einer Tiefe von 30 Kilometern etwa 215 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago in der Region Maule gelegen, 24 Kilometer nordöstlich der Küstenstadt Constitucion, meldete die chilenische Erdbebenwarte SSN. Das Beben ereignete sich um 19.37 Uhr Ortszeit (00.37 Uhr MESZ).

Häuser gerieten ins Wanken, Stromversorgung fiel aus
Drei Besucher einer Messe wurden leicht verletzt, als von der Decke einer Kirche in Maipu im Westen von Santiago Gipsstücke abbrachen, wie der Rundfunksender Radio Cooperativa berichtete. In der Hauptstadt Santiago de Chile gerieten Hochhäuser ins Wanken.

In Constitucion und Temuco wurden die Telefonleitungen durch das Beben unterbrochen. Auch die Stromversorgung fiel größtenteils aus, rund 8.000 Menschen waren von den Stromausfällen betroffen. Der Feuerwehrchef von Constitucion, Juan Caceres, erklärte dem Fernsehsender TV Chile, es habe nur kleinere Sachschäden gegeben.

500 Erdbeben-Tote im Jahr 2010
Am 27. Februar 2010 waren bei einem Erdbeben der Stärke 8,8 in Zentralchile mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Damals gab es Sachschäden in Milliardenhöhe. Ein Großteil der Schäden wurde durch Tsunamis verursacht. Der Chef der Katastrophenschutzbehörde, Miguel Ortiz, wertete das Beben am Sonntag als Nachbeben: "Nach einem solchen Erdbeben wie im Jahr 2010 ist über fünf Jahre hinweg mit Nachbeben zu rechnen."

Chile war in der Vergangenheit immer wieder von starken Erdbeben erschüttert worden. Das südamerikanische Land liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdstöße keine Seltenheit sind. Im chilenischen Valdivia ereignete sich 1960 das schwerste jemals gemessene Erdbeben mit der Stärke 9,5. Rund 5.700 Menschen wurden damals getötet.

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