Saalfelden hat es getan, Mittersill ist jetzt auch schon dabei: Bürger schließen sich in diesen Pinzgauer Gemeinden zusammen, damit der Schutz gegen die Naturgewalten leistbarer wird.
Saalfelden hat eine neue Genossenschaft gegründet – für den Schutz vor Hochwasser. Die „Krone“ hat berichtet. Mehr als die Hälfte der 2170 Anrainer der im Stadtzentrum fließenden Urslau stimmten dafür. Sie alle werden mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag neue Schutzmaßnahmen ermöglichen und damit auch die letzten Lücken zum Schutz der Stadt schließen.
Wie sich nun auch zeigt: Genossenschaften stehen auch schon in anderen Pinzgauer Gemeinden auf der To-Do-Liste. Zum Beispiel in Mittersill: „Wir sind mittendrin in der Gründungsphase“, sagt Bürgermeister Wolfgang Viertler im „Krone“-Gespräch. Sogar mehrere Wildbach-Genossenschaften sollen in der Oberpinzgauer Stadt umgesetzt werden. „Aufgrund der klimatischen Veränderungen haben wir eine neue Situation. Erst durch die Genossenschaften sind die Schutzmaßnahmen stemmbar.“
Im August hatten mehrere Murenabgänge den Ortsteil Rettenbach erwischt und verwüstet. Fünf Millionen Euro Schaden entstanden – 80 Prozent zahlen Bund und Land. Der Rest entfällt auf die Gemeinde, ein großer Brocken: „Durch die Genossenschaften wird das große Problem auf viele aufgeteilt.“ In dem betroffenen Ortsteil wird in den nächsten Wochen eine Behelfsbrücke vom Bundesheer errichtet. Ein Provisorium, so Viertler: „Bis zur Umsetzung der Wildbach-Maßnahmen.“
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