Der ausgestopfte „Schwarzacher Bär“ vermittelt nicht nur angehenden Jägern Wissen über Waldtiere. Auch Kinder sollen ab sofort von dem Schulungsbären profitieren. Denn das Wissen über Waldtiere ist oft geringer als über die Urzeitgiganten.
„Dinos üben eine starke Faszination auf Kinder aus. Viel mehr als die heimischen Wildtiere“, sagt Toni Polivka. Obwohl er als Lehrer weiß, dass Bambi und Co. im Sachunterricht vorkommen, bemerken er und seine Kollegen: Salzburgs Schüler kennen sich besser mit den ausgestorbenen Urzeitgiganten als mit den lebenden Wildtieren aus. Apropos Bambi: „Leider wissen viele Kinder nicht, dass der Hirsch nicht der Vater von Bambi sein kann. Denn das Reh und der Hirsch sind zwei unterschiedliche Tiere“, erklärt Polivka.
Aus diesen Gründen sei es wichtig, den Kindern den Wald und seine Bewohner bereits in jungen Jahren näherzubringen. „Die heimischen Waldtiere werden bereits in der Volksschule unterrichtet. Aber wie intensiv, das kommt individuell auf die Lehrperson an“, sagt Polivkas Kollegin Christine Haslauer.
Ausgestopfter Meister Petz ist nicht nur für Jäger da
Wie berichtet, kehrte der überfahrene „Schwarzacher Bär“ am Mittwoch als Präparat in den Pongau zurück. Im Landesjägerzentrum in Tenneck dient das ausgestopfte Tier ab sofort angehenden Jägern für Schulungszwecke. Doch nicht nur sie, auch Kinder sollen von dem wiederhergestellten Tier profitieren. „Wir haben einen Bus mit vielen ausgestopften Waldtieren und damit fahren wir auch an Schulen“, sagt Birgit Eberlein von der Salzburger Jägerschaft. Das Wissen über die in Salzburg lebenden Wildtiere müsse gefördert werden. „Denn der Bär und der Wolf kehren zurück in unsere Wälder“, sagt Eberlein.
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