Ein Dreijähriger hatte im Juli in Wien tausend Schutzengel. Beim Fall aus vier Metern Höhe erlitt er nur Kratzer. Die Mutter hatte ihre beiden Kinder alleine zu Hause gelassen: Prozess.
Die bildhübsche junge Frau ist reumütig: „Es war ein Fehler. Ich hätte die Kinder nicht alleine lassen sollen“, sagt die 31-jährige Syrerin im Wiener Landl zum Richter. „Aber ich bin eine gute Mutter.“ Ihr dreijähriger Sohn hatte am 15. Juli tausend Schutzengel. An jenem Samstagabend traf sich die Angeklagte mit ihrem neuen Freund zum Bowling spielen.
Ich habe die Videofunktion eingeschaltet und mein Handy zu Hause gelassen. Das Gerät meines Freundes hatten wir mit.
Die Fernüberwachung half freilich nicht.
Pflanztrog bremste den Fall
Ihre beiden kleinen Kinder (3 und 5) ließ sie in Wien-Hernals alleine in der Wohnung - bewachte sie via Smartphone: „Ich habe die Videofunktion eingeschaltet und mein Handy zu Hause gelassen. Das Gerät meines Freundes hatten wir mit.“ Keine Chance, den kleinen Buben davon abzuhalten, aufs Fensterbrett zu klettern. Vier Meter stürzte das Kind in die Tiefe, ein Pflanztrog rettete wohl sein Leben.
Frau kam mit Diversion davon
Der Blumenkasten bremste den Fall, ehe der Bub auf dem Beton aufschlug. Der Kleine erlitt nur ein paar Kratzer. Eine Prüfung der MA11 ergab, dass die Kinder bei der Mama bleiben dürfen. Im Prozess kam die Frau mit 150 Euro Diversion davon.
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